3 Dinge, die Follower auf Twitter vergraulen

twitter_II

Dass Twitter-Marketing immer populärer wird, ist ja schon lange kein Geheimnis mehr. Entsprechend haben Sie vielleicht selbst ein Twitter-Konto für sich persönlich oder Ihr Unternehmen angelegt. Dann kennen Sie womöglich diese Situation: Ihre mühsam angelockten Follower schwinden plötzlich. Was ist da passiert? Und viel wichtiger: Was können Sie dagegen tun?

Zunächst einmal gilt es zu überprüfen, ob Sie tatsächlich wichtige Follower verlieren. Möglich ist das mit Online-Tools wie Who Unfollowed me.

Nicht immer ist es schlecht, wenn die Zahl Ihrer Follower sinkt. Immerhin wollen Sie ja Ihre Zielgruppe erreichen und das möglichst präzise. Bei einer hohen Anzahl von Followern erreichen Sie zwar viele User, einige davon haben aber möglicherweise kaum Bezug zu Ihrem Thema. Wenn diese Nutzer sich nach einiger Zeit wieder verabschieden, ist das kein großer Verlust.

Wenn Sie aber sehen, dass Sie Kontakte innerhalb Ihrer Zielgruppe verlieren, sollten Sie gegensteuern. Oft hilft es schon, seinen Twitter-Auftritt in einigen Bereichen zu überdenken.

1. Eine Frage des Profils

Zunächst einmal: Haben Sie Ihr Profil vollständig ausgefüllt? Das klingt vielleicht banal, aber mir fällt in letzter Zeit immer wieder auf, dass das viele vergessen. Ihr Twitter-Profil ist Ihre Visitenkarte im sozialen Netz. Potentielle Neukunden erhalten so einen ersten Eindruck von Ihrem Unternehmen. Ihr Profil sollte also möglichst vollständig ausgefüllt sein und optisch überzeugen.

In Deutschland gilt übrigens eine Impressumspflicht. Wenn die gesetzlich vorgeschriebenen Angaben fehlen, lockt das Abmahner auf den Plan. Ein Link zum Impressum auf Ihrer Website sollte also auch im Twitter-Profil nicht fehlen.

Verfügen Sie über ein Profilfoto? Wenn nicht, lässt sich das schnell beheben und rückt Ihren Kanal gleich in ein professionelleres Licht.Generell empfiehlt sich zum Beispiel das Firmenlogo in einer Bildgröße von 400 x 400 Pixel. Als Hintergrundbild könnten Sie beispielsweise ein Mitarbeiterfoto wählen. Zeigen Sie, was Ihr Unternehmen besonders macht, am besten in einer Größe von 1500 x 500 Pixel. Es ist immer wieder erstaunlich, wie solcheKleinigkeiten denTwitter-Erfolg im B2B-Marketing beeinflussen.

2. Spam zur Begrüßung

Hand aufs Herz: Begrüßen Sie neue Follower mit einer automatisierten Nachricht? Nein? Diese scheinbar mühelose Art, Follower an sich zu binden, kann diese extrem nerven. Ich folge seit ein paar Tagen einem Unternehmen auf Twitter. Kurz nachdem ich auf „Follow“ geklickt hatte,kam schon folgende Mail: „Vielen Dank, dass wir Sie uns folgen. Liken Sie uns doch auch auf Facebook.“

Möglicherweise denkt man beim ersten Mal noch: Oh, wie aufmerksam. Wenn man aber im Stundentakt per Direkt-Nachricht über neue Produkte informiert wird, hat man schnell die Nase voll. Vor allem, wenn man die Nachrichten sogar dreifach um die Ohren gehauen bekommt: In Twitter, per E-Mail und als TweetDeck-Popup. Absoluter Spam-Horror!

Bei Facebook habe ich das Unternehmen übrigens nicht gelikt und auch als Twitter-Follower war ich schnell wieder verschwunden. Ich rate Ihnen daher, lieber auf automatisierte Privat-Nachrichten zu verzichten. Das wirkt in den meisten Fällen aufdringlich. Sie gehen ja auch nicht auf eine Party und begrüßen alle Gäste mit Handschlag und den Worten „Schön, Sie kennen zu lernen. Besuchen Sie übrigens auch mein Schmuckgeschäft. Ringe, Ketten, Armbänder – alles was das Herz begehrt.“

Wenn Sie Ihren Follower zeigen wollen, dass Sie sich über Ihr Interesse freuen, folgen Sie Ihren Twitter-Anhängern lieberauch. Die meisten freuen sich darüber viel mehr als über die xte automatisierte Nachricht. Zusätzliches Plus: Wenn Sie sich gegenseitig folgen, signalisieren Sie Bereitschaft zu einem Dialog auf Augenhöhe - die beste Voraussetzung für die Kommunikation mit (potentiellen) Kunden.

3. Der falsche Rhythmus

Eine andere Art des Spams sind die Tweets an sich. Ganz ehrlich: Wie viele Tweets veröffentlichen Sie pro Tag? Zu wenige Nachrichten sind schlecht. Zu viele aber auch. Wie auf allen sozialen Netzwerken lohnt es sich auch bei twitter, einen eigenen und optimalen Turnus zu finden.

Wenn nämlich stündlich neue Tweets erscheinen, werden Ihre Follower kaum hinterherkommen und es irgendwann aufgeben, Ihre Updates zu verfolgen. Natürlich gibt es dafür keine genaue Richtlinie: Ob zwei, zehn oder zwanzig - testen Sie einfach, wie viele Tweets pro Tag bei Ihren Follower am besten ankommen. Mit dem Analytics Dashboard von Twitter können Sie sehen, wie oft ein Tweet tatsächlich abgerufen, geretweeted oder favorisiert wurde. Generell gilt jedoch: Klasse statt Masse!

Inbound Marketing mit HubSpot

 

Veröffentlicht am 28.08.2014 und zuletzt aktualisiert am 27.07.2016