5 wichtige Gründe für Coaching

gruende-fuer-coachingWas hat man als Klient eigentlich davon, wenn man sich ein Coaching oder einen Coach „gönnt“?
Was hat eine Firma davon, wenn sie ihren Mitarbeitern Coaching angedeihen lässt?

Es gibt einige gute Gründe für Coaching. Ich habe hier mal fünf davon herausgesucht, die für mich immer wieder besonders im Vordergrund stehen.

Die wichtigsten Wirk-Faktoren, die mir in meinen Beratungen und Coachings (s.a. "Coaching – was ist das eigentlich?") mit Führungskräften und anderen Mitarbeitern aus der Medienbranche immer wieder über den Weg laufen, sind:

  1. Selbstwirksamkeitserwartung
  2. Perspektivenwechsel
  3. Lösungsorientierung
  4. Feedback
  5. Ressourcen

Selbstwirksamkeitserwartung

Man verliert oft mal das Gefühl, Einfluss zu haben, Wirksamkeit wird nach außen attribuiert. Der oder das Andere ist schuld an allem Möglichen.

"Mir sind da die Hände gebunden", "das hängt alles nicht von mir ab", könnten Sätze sein, die in solch einem Zusammenhang geäußert werden. Hier gilt es im Coaching, Ansatzpunkte wieder zu finden, an denen der Klient seine eigene Wirksamkeit wieder erlebt und erkennt.

Beispiel: Der Teamleiter, dessen Chef über seinen Kopf hinweg mit Mitarbeitern kommuniziert und eigentlich deren "Führung" übernommen hat. Dadurch fühlt er sich ausgehebelt und machtlos. Seine Versuche, mit dem Chef darüber zu reden, waren alle fruchlos. Hier gilt es, kleine Stellschrauben zu finden, bei denen der Teamleiter sehr wohl einen (wenn auch minimalen) Einfluss hat. Wenn schon nicht auf den Chef, dann vielleicht auf die Mitarbeiter, oder aber ganz bestimmt auf seine eigene Einstellung zu diesem Phänomen.

Perspektivenwechsel

Jeder kennt das Phänomen, dass nach einem mehr oder weniger großen Perspektivenwechsel die Dinge oft gleich ganz anders ausschauen.

Im Coaching werden ganz explizit verschiedene Perspektiven eingenommen, die Erweiterung der Sichtweise deutet sich schon in der Begrifflichkeit an. Bei Konfliktthemen bietet sich ein Wechsel der Perspektive an, indem man versucht, sich in die Rolle des "Gegners" hineinzuversetzen.

Oft gehören aber auch mehrere Personen oder Faktoren zu einem Thema, das man sich aus verschiedenen Richtungen anschaut. Dieser Wechsel der Blickrichtung bewirkt praktisch immer eine Erweiterung. Ein Klient setzt sich mal ganz konkret auf einen zweiten Stuhl, der für die Dauer des Coachings zum Stuhl für seinen Konfliktpartner erklärt wurde und sieht sich den Sachverhalt tatsächlich mal von diesem Stuhl aus an.

Was genau dabei heraus kommt, ist immer unterschiedlich. Aber die Optionen für den Klienten, der das mal ausprobiert sind auf jeden Fall nachher mehr als vorher.

Lösungsorientierung

"Wie wäre es denn, wenn's gut wäre...?"

Eine einfache Frage nach einer möglichen Lösung löst manchmal eine ganze Menge aus. Diese „was wäre, wenn…“ - Frage bietet sich an vielen Stellen an, sie passt auch sehr gut dazu, sich einfach mal einen Lösungszustand vorzustellen.

Man kann ja hier in der Coachingsitzung so tun, als ob. Und die Bilder, Gedanken, Ideen, die bei diesem „Gedankenspiel“ auftauchen, sind oftmals hilfreicher als die detaillierte Problembeschreibung, oder auch als die Suche nach den Ursachen. Fast alle Themen in einem Coaching sind viel zu komplex, als dass sie sich in einfachen Kausalitäten erfassen lassen würden.

Das Nachdenken über eine mögliche Lösung, über einen gewünschten Zustand, scheint auch eine Art „Sogwirkung“ zu entfalten, es liefert oft wertvolle Anregungen für weiterführende Handlungsvarianten.

Feedback

Jeder Mensch braucht Feedback in Form von Rückmeldungen durch andere Menschen.

Gerade bei Führungskräften wird der Kreis von Menschen, die ehrliches und hilfreiches Feedback geben, immer kleiner. Um so wichtiger ist dieser Aspekt von Coaching. Als Coach hat man (hoffentlich) gelernt, den berühmten „blinden Fleck“ nicht immer zu vermeiden und seinen Klienten auch genau dabei zu helfen. Dazu gehört auch eine offene, respektvolle Rückmeldung, mit der der Klient etwas anfangen kann. Ein Feedback ist aus der Sicht des Klienten niemals richtig oder falsch, es ist nützlich oder eben nicht. Hilfreich ist es oft auch, wenn Klienten ein (natürlich ehrliches) positives Feedback bekommen, manch einer verliert über den aktuellen Problemen die Sicht auf die eigenen Stärken aus dem Blickfeld.

Ressourcen

Als Ressourcen könnte man alle Arten von „Hilfsmitteln“ bezeichnen, die jemandem bei der Lösung eines Problems zur Verfügung stehen.

Klienten ist manchmal nicht so recht bewusst, über welche Ressourcen sie tatsächlich verfügen. Sich mit Hilfe eines Coaches daran zu erinnern und nach Möglichkeiten zu suchen, diese Ressourcen zur Geltung zu bringen, das ist auch ein wichtiger Aspekt von Coaching.

Das können manchmal Kontakte sein, die man aus dem Blickfeld verloren hat, das kann aber auch mal eine Fähigkeit sein, die man aus einem anderen Lebensbereich in das Problemfeld mit rüber holen kann. Ein Mitarbeiter erinnert sich bei der Frage „wer oder was könnte Ihnen denn dabei helfen, an den Kunden heran zu kommen?“ an einen guten Kontakt aus dem Sportverein.

Bei Fragen nach den Ressourcen kommt es auch häufig vor, dass den Klienten wieder mal ganz deutlich bewusst wird, was sie denn „eigentlich“ für eine gut ausgestattete Situation haben. Das klappt nicht, so lange man sich mitten im Zentrum eines Problems befindet, aber sobald man in Bewegung kommt (aus diese Zentrum heraus), erinnert man sich häufig und gern an alle Formen von Unterstützung, die man nachfragen und einsetzen kann.

Beim Schreiben dieses Artikels sind mir jetzt dann doch noch ein paar andere Wirkungen von Coaching eingefallen, die recht wesentlich sind. Trotzdem sind die hier genannten fünf Faktoren ganz vorne mit dabei, da sie deutlich machen, DASS und AUF WELCHE WEISE Coaching für den Klienten, aber auch für seine Firma einen deutlichen Nutzen bringen kann.

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht bezüglich des Nutzens von Coaching? Ich freue mich auf Ihren Kommentar...

Coaching

Veröffentlicht am 23.04.2014 und zuletzt aktualisiert am 25.10.2016

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