6 Statistiken zum Status von Inbound Marketing in Europa

inbound-marketing-in-europaIch bin bereits vor einem Jahr das erste Mal mit dem Begriff Inbound Marketing in Berührung gekommen und konnte mir zunächst nicht viel darunter vorstellen.

Schnell fand ich heraus, dass es sich wohl um eine besonders integrierte Form des Online- bzw. Contentmarketings handeln musste, bei der das intrinsisch vorhandene Interesse des potenziellen Kunden im Mittelpunkt steht.

Zwar fand, oder besser: finde ich, das Konzept sehr spannend, dennoch war ich anfangs skeptisch, ob so ein Marketingkonzept in einem Land wie Deutschland, in dem man auf diesem Gebiet gerne mal ein paar Jahre hinterherhinkt und das Internet allgemein für viele noch Neuland ist, schon funktionieren könnte.

Um es kurz zu machen: Da habe ich mich wohl geirrt!

2013 State of Inbound Marketing – Die Kernergebnisse

Das Unternehmen Hubspot – der Branchenprimus in diesem Kontext – hat in den USA seit seiner Gründung im Juni 2006 ein enormes Wachstum zu verzeichnen. Anfang 2013 wurde eine Unternehmenszentrale für den europäischen Markt in Dublin eröffnet.

Aus diesem Anlass führte Hubspot eine Umfrage unter 443 Marketingverantwortlichen in ganz Europa durch, um herauszufinden, wo deren aktuellen Herausforderungen und zukünftigen Schwerpunkte liegen. Die umfangreichen Ergebnisse und Statistiken zum Status von Inbound Marketing bietet Hubspot in einer Studie zum kostenlosen Download an.

Inbound Marketing ist längst in Europa angekommen

Zu meiner Verwunderung gaben 58 Prozent der Befragten an, bereits im Jahr 2013 Strategien des Inbound Marketing angewendet zu haben. Das ist nur ein Prozent weniger als in den USA! In diesem Zusammenhang ist es besonders bemerkenswert, dass (zu diesem Zeitpunkt) nur sechs Prozent der Befragten dazu die Software von Hubspot verwendeten.

Ganze 42 Prozent kündigten an, ihr Budget für Inbound Marketing weiter ausweiten zu wollen.

Es geht nicht NUR um Traffic

Es ist ein weitverbreiteter Irrtum, dass es beim Inbound Marketing NUR darum geht, durch Content möglichst viele Besucher auf die Firmenwebsite zu locken.

Das ist nur EIN Bestandteil des Inbound-Konzepts.

Die Studie zeigt jedoch, das die Prioritäten auf die unterschiedlichen Bestandteile ausgewogen verteilt sind, was darauf schließen lässt, dass der "ganzheitliche" Ansatz von Inbound Marketing angenommen wird.

Inbound Marketing wird als Bestandteil in die allgemeine Marketingstrategie integriert

Wie wir schon an anderer Stelle beschrieben haben, stellt Inbound Marketing eine vielversprechende Ergänzung der bisheriger Marketing-Maßnahmen dar.

Das zeigen auch die Ergebnisse der Untersuchung: 79 Prozent der Befragten gaben an, Inbound-Strategien komplett oder in irgendeine Weise in die allgemeine Strategie des Unternehmens einzubetten.

Social Media und Suchmaschinenoptimierung produzieren die meisten Leads

Mit jeweils 13 Prozent haben Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Social Media den größten Anteil an der Generierung von Leads und produzieren gleichzeitig weniger Kosten. Social Media (22 Prozent) und SEO (19 Prozent) haben einen größeren Stellenwert im Marketingmix eingenommen.

40 Prozent der Befragten gab an, aus ihren Aktivitäten auf Facebook oder LinkedIn schon einmal einen Kunden gewonnen zu haben, dicht gefolgt vom eigenen Unternehmensblog (39 Prozent) und Twitter (38 Prozent). Im Vergleich zu den USA (Facebook 49 Prozent; LinkedIn: 46 Prozent) gibt es in Europa jedoch noch Aufholbedarf.

Überdurchschnittlich häufig werden jedoch in Europa aus durch SEO gewonnenen Leads tatsächlich Kunden.

Das Testen von Kampagnen wird in Europa vernachlässigt

Ein Kernelement von erfolgreichem Online-Marketing ist das ständige Testen und Analysieren der an einer Kampagne beteiligten Komponenten (Calls-to-Action, Landing-Pages, etc.)

49 Prozent der Befragten in Europa gab jedoch an, überhaupt keine Tests durchzuführen. Immerhin 21 Prozent führen A/B-Tests durch.

In den USA ist man hier schon etwas weiter. Ein möglicher Grund dafür, dass die Konvertierungsrate von amerikanischen Websites durchschnittlich um 118 Prozent (!) höher ist, als die von europäischen Seiten.

Inbound-Marketing-Teams werden wachsen

Inbound-Marketing wird auch in Europa weiter wachsen. Die Befragten gaben an, Ihr Team in diesem Jahr durchschnittlich um 2.25 Personen vergrößern zu wollen. In den USA werden es durchschnittlich sogar 6,04  Angestellte mehr sein.

Fazit

Ich war überrascht, zu erfahren, dass Inbound Marketing nicht nur längst in Europa angekommen ist, sondern sogar auf einem (mit kleinen Abstrichen) vergleichbaren Level praktiziert wird wie in den USA.

Ich bin mittlerweile optimistisch, dass das Thema zukünftig eine wachsende Rolle in der Marketing-Strategie von Unternehmen spielen wird.

Welche Bestandteile von Inbound Marketing haben Sie schon in Ihren Marketingmix integriert?

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Veröffentlicht am 19.03.2014 und zuletzt aktualisiert am 07.02.2017

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