Ad Blocker: Das Aus für Display Advertising?

online_marketing_ad_blockerDisplay Advertising in Form von Pop-Up Werbebannern dürften jedem Smartphone oder Tablet User wohlbekannt sein. Gemocht wird diese Form der Werbung allerdings nicht.

Abhilfe kann dem User hier ein Ad Blocker schaffen, den viele große Unternehmen wie Apple oder Facebook kostenlos zum Download anbieten.

Was Ad Blocker für die Zukunft des Display Advertising bedeuten und alle aktuellen Entwicklungen für diesen Bereich des Online Marketing habe ich in diesem Beitrag für Sie zusammengefasst.

Wie funktioniert ein Ad Blocker?

Ein Ad Blocker ist ein Tool, das Werbeanzeigen auf Websites unterdrückt. So kann man als User im Netz surfen, ohne dass Werbeanzeigen und -elemente überhaupt erst auftauchen.

Als Erweiterung von vielen Browsern und Mail Clients sind Ad Blocker häufig in Sicherheitspaketen neben Antivirenkomponenten enthalten.

Bevor eine Werbeanzeige auftaucht, prüft der Ad Blocker deren URL sowie andere Daten und entscheidet aufgrund dessen, ob die Anzeige zugelassen wird oder nicht.

Ad Blocker News

Die großen Player am Markt passen sich den Kundenwünschen an. Da sich die meisten User von auftauchenden Werbeanzeigen und Display-Bannern gestört fühlen, bieten immer mehr Anbieter ihren Nutzern neue Ad Blocker Dienste an.

Mit der Pocket Erweiterung bietet Mozilla seinen Usern mittels eines Klicks die Möglichkeit, Werbung auszublenden und die Inhalte von Websites auf das Wichtigste zu kürzen.

Facebook hat mit Instant Articles dafür gesorgt, dass User die Facebook-App zum Lesen von Inhalten nicht mehr verlassen müssen. Hierbei ist nur ausgewählte Werbung zu sehen und höchstens ein Banner.

Mit dem Launch des neuen Betriebssystems iOS 9 stellt auch der Global Player Apple eine erweiterte Ad Blocker Version zum Download verfügbar.

Oberstes Gebot: Kundenorientierung

Nutzer haben demnach viele verschiedene Möglichkeiten, der lästigen Werbung zu entkommen. Aber was bedeutet das für die Zukunft des Display Advertising? Das ursprüngliche Problem sind nicht die Ad Blocker an sich. Zwar verhindern sie das Auftauchen der Werbeanzeigen, aber der eigentliche Knackpunkt ist eher das geänderte Nutzerverhalten.

Gerade weil die meisten User über Smartphone und Tablet surfen, befinden sich die Werbetreibenden im zunehmenden Kampf um die Aufmerksamkeit ihrer Kunden.

Diese mit Werbebannern zu bekommen, ist schlichtweg nicht der beste Weg (ähnlich wie die klassische Kaltakquise). Denn ohne Ad Blocker würden User eben zu anderen werbefreien/werbearmen Anwendungen wechseln.

Eine weitere Schwäche des Display Advertising ist die Ungenauigkeit des messbaren Erfolgs. Die hohen Preise der Werbeanzeigen lassen sich nicht durch messbare Klickzahlen rechtfertigen, da viele der Klicks aus Versehen – bedingt durch das kleine Display – entstehen können.

Fazit: Neue Wege gehen

Nicht nur Publisher werden statt Display Advertising nach anderen Einnahmequellen Ausschau halten müssen. Ein zukunftsfähiges Modell sind zum Beispiel spezielle Bezahlsysteme, die den Usern für eine kostenpflichtige Version bestimmter Online Dienste eine werbefreie Nutzung ermöglichen. 

Für Unternehmen stellt Inbound Marketing eine nachhaltige Lösung dar, um mit potentiellen Kunden abseits von Werbeanzeigen in Kontakt zu treten. Diese Methode setzt auf "Permission Marketing" statt auf "Interruption Marketing"Denn User, die freiwillig zum Unternehmen kommen, gewinnt man oft dauerhaft als treue Kunden.

Content Marketing, beispielsweise in Form eines Corporate Blogs, ist ein wesentlicher Bestandteil von Inbound Marketing. Aber auch E-Mail Marketing, Social Media Marketing und SEO-Strategien runden dieses ganzheitliche Online-Marketing Konzept ab, welches innerhalb einer Software unter einem Dach gesteuert wird.

Inbound Marketing mit HubSpot

Veröffentlicht am 18.08.2015 und zuletzt aktualisiert am 06.02.2017

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