Angebotspräsentation: 5 Tipps für den Einsatz von PowerPoint

angebotspraesentation-powerpointSitzen Sie auch immer wieder in Vorträgen oder Präsentationen und möchten am liebsten die Hände über den Kopf zusammenschlagen? Oder sind Sie sich nicht sicher, ob Ihre Angebotspräsentationen beim Kunden wirklich den gewünschten Effekt zeigen?
Ich habe schon viele schlechte Vorträge mit PowerPoint gesehen – das können Sie mir glauben! Deshalb habe ich in den letzten Wochen versucht herauszufinden, auf was es denn wirklich ankommt.

Als ich angefangen habe, mich mit dem Thema zu beschäftigen, bin ich über Gerriet Danz gestolpert. Danz ist ein deutscher Kommunikationstrainer und Autor. In seinem Buch „Neu präsentieren“ erläutert er die wichtigsten Regeln für Präsentationen und kündigt das Ende des von ihm liebevoll betitelten „PowerPoint-Massakers“ an. Für mich war dieses Buch sehr hilfreich. Die fünf folgenden Tipps könnten auch Ihnen helfen Ihren Einsatz mit Präsentationen noch zu verbessern.

#1 Versuchen Sie auf Power Point zu verzichten

Ich gebe zu, der erste Grundsatz widerspricht sich eigentlich mit dem Thema. Doch seien Sie mal ehrlich, welchen Redner würden Sie bevorzugen? Person eins hat eine umfangreiche Präsentation erstellt und liest den Text der Folien laut vor. Vortragender zwei nutzt ein Flipchart und erklärt mit eigenen Worten, was er Ihnen vermitteln möchte. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Aufmerksamkeit des Publikums steigt, wenn Wissen leibhaftig und lebhaft geteilt wird. Gerriet Danz ist da der gleichen Meinung. Bei einer Präsentation sei dahingegen das Einzige, das sich bewegt, der Daumen des Redners. Ist es Ihnen also möglich auf PowerPoint zu verzichten, probieren Sie es einmal aus! Sie werden sehen, dass es auch so möglich ist Ihren Gegenüber zu überzeugen.

#2 Vermeiden Sie ganze Sätze

Natürlich hat auch PowerPoint seine Vorteile, das kann und will ich nicht leugnen. Denn sobald es kompliziert wird, können Bilder oder Grafiken helfen, den Inhalt des Vortrages verständlicher zu machen. Sie möchten Ihren Kunden von einem Angebot überzeugen? Zeigen Sie ihm doch Statistiken, wie andere Firmen durch Ihr Angebot ihren Umsatz steigern konnten. Wichtig ist jedoch: Verzichten Sie auf sogenannte Worttapeten! Sobald das Publikum der Meinung ist, der Inhalt Ihres Vortrages befände sich sowieso auf den Folien, wird es Ihnen nicht mehr zuhören. Ich persönlich bevorzuge es daher, ganz auf Textbausteine zu verzichten. Probieren Sie es doch mal nur mit visuellen Effekten. Zeigen Sie zum Beispiel ein Bild und erklären Sie den Zusammenhang mündlich. Sie können natürlich auch Schlagwörter auf die Wand projizieren, niemals aber einen ganzen Satz!

#3 Nutzen Sie niemals Vorlagen

Sicherlich haben Sie schon einmal ein vorinstalliertes Design von PowerPoint für Ihre Präsentation verwendet. Lassen Sie lieber die Finger davon! Auch Ihr Kunde erkennt mit großer Wahrscheinlichkeit die Microsoft-Vorlage. Fragen Sie sich doch, welchen Eindruck Sie an Ihr Publikum vermitteln? Sie wirken dadurch so, als würden Sie die Präsentation mit wenig Aufwand über die Bühne bringen wollen. Hat Ihr Unternehmen ein Corporate Design? Dann würde ich Ihnen empfehlen selbst eine Präsentationenvorlage mit Logo zu basteln. Das dauert nicht lange und Sie können diese Version immer wieder für Vorträge verwenden.

#4 Keine überladenen Effekte auf den Folien

Die erste Folie verschiebt sich nach unten, die zweite Folie erscheint sternförmig auf dem Bildschirm. Übergangseffekte sind für jede private Diashow ein nettes Spielzeug, für berufliche Zwecke jedoch ein absolutes No-Go. Jede Animation, jeder Multmedia-Effekt – all das lenkt Ihr Publikum von Ihnen ab. Setzen Sie Effekte daher nur sehr sparsam ein. Machen Sie sich immer wieder bewusst, wer im Mittelpunkt stehen sollte: Sie oder PowerPoint?

#5 Achten Sie auf Ihre Zeit

Vor kurzem hatte ich einen Termin mit einem Kollegen, der sein Angebot für mich in einer Präsentation verarbeitet hatte. Zehn Minuten verstrichen, eine halbe Stunde und nach zwei Stunden Monolog und PowerPoint-Präsentation hatte er mir endlich alles Wichtige erzählt. Verurteilen Sie mich jetzt bitte nicht, aber ich befürchte, ich könnte kurz eingenickt sein. Es ist einfach so, dass der Mensch maximal 20 bis 30 Minuten aufnahmefähig ist. Sie sollten also Ihren Vortrag so planen, dass er (einigermaßen) in diese Zeitspanne passt. Für Ihre Vorbereitung bedeutet das: Üben Sie Ihren Vortrag und stoppen Sie die Zeit. Aus Erfahrung würde ich schätzen, dass für eine halbe Stunde etwa zehn bis zwölf Folien ausreichen.

Wenn Sie also das nächste Mal eine PowerPoint-Präsentation vorbereiten, achten Sie doch einmal auf die genannten Impulse und beobachten Sie wie Ihr Publikum reagiert. Falls Sie generell mit dem Thema Präsentieren hadern – vielleicht kämpfen Sie ja wie ich manchmal mit Lampenfieber – dann empfehle ich Ihnen außerdem den Artikel „Präsentieren kann man lernen“.

Webinarplanung

Veröffentlicht am 03.06.2014 und zuletzt aktualisiert am 20.02.2017

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