Besser Bloggen lernen Teil 2: 5 Regeln für eine ansprechende Optik

Besser Bloggen lernenErfahrene HubSpotter wissen Bescheid: Content-Marketing ohne Corporate Blog ist wie ein Weißwurstfrühstück ohne Brezel. Ein wesentlicher Bestandteil fehlt. Natürlich darf es kein x-beliebiger Blog sein. Neben den passenden Inhalten bildet ein sauberer Stil die Basis gelungener Beiträge. Die 5 goldenen Regeln für eine ansprechende Optik geben Ihren Blogposts, sofern sie richtig angewendet werden, schließlich den letzten Schliff.Diese 5 goldenen Regeln für eine ansprechende Form lauten:

1. Struktur einhalten

Oft sind es die vermeintlich kleinen Dinge, die das Leben lebenswert und einen Blogpost lesenswert machen. Das spannendste Thema und die ausgefeilteste Schreibtechnik verpuffen, wenn es dem Beitrag an Struktur fehlt.

So banal es auch klingen mag: Eine Dreiteilung des Textes in Einleitung, Hauptteil und Schluss ist beim Bloggen essentiell. Künstlerisch austoben kann sich der Schreiber an anderer Stelle. Aber nicht, wenn es um das Raster geht.

Sie fragen, warum eine packende Einleitung so wichtig ist? Weil sie, gemeinsam mit der Headline, eine entscheidende Rolle bei der Frage spielt, ob ein Interessent zum Leser wird oder eben nicht. Aber keine Bange, Sie werden sehen: Eine handwerklich saubere Einleitung ist kein Hexenwerk.

Die Buyer Persona fest im Blick

Verraten Sie grob, worum es in Ihrem Beitrag geht und warum sich ein Dranbleiben lohnt. Behalten Sie dabei unbedingt Ihre Buyer Persona im Auge. Jugendliche sprechen bekanntlich eine andere Sprache als der 40-jährige Inhaber eines mittelständischen Familienunternehmens. Entsprechend gilt es, die eigene Schreibe anzupassen.

Ist diese Hürde gemeistert, geht es an den Hauptteil. Hier ist die größte Herausforderung das Setzen der passenden Ankerpunkte. Sie geben dem Leser eine wertvolle Orientierungshilfe innerhalb des Textes.

Geschickt platziert sorgen sie für eine verbesserte Übersicht und verweisen auf weitere wertvolle Quellen innerhalb der Website, die sich mit einem verwandten Themenbereich befassen. Als Schreiber steht Ihnen dabei eine breite Palette an unterschiedlichen Möglichkeiten zur Verfügung, um solche Ankerpunkte zu setzen. Dazu gehören:

  • Zwischenüberschriften
  • Absätze
  • Verlinkungen
  • Fettungen
  • Bullet Points

Sie wollen gerne mehrere dieser Elemente nutzen? Nur zu! Achten Sie dabei lediglich darauf, am Ende nicht zu übertreiben. Ein sauber strukturierter, übersichtlicher Hauptteil ist eine tolle Sache. Zerfasern sollte der Artikel jedoch nicht.

Der krönende Abschluss

Zu guter Letzt brauchen Sie noch einen Abschluss für Ihren Text. Fassen Sie die Quintessenz Ihres Beitrags noch einmal zusammen, ziehen Sie ein Fazit. Und sorgen Sie dafür, dass der Leser weiter mit Ihnen in Kontakt bleibt, indem Sie etwa mit einem Call-to-Action auf einen verwandten Artikel oder auf Content-Offers wie Webinare, Checklisten oder Whitepaper, die sich auf Ihrer Website befinden, hinweisen.

2. Fehler vermeiden

Kein Mensch ist perfekt und das ist auch nicht weiter tragisch. Sie haben beim Lesen Ihrer Tageszeitung wahrscheinlich selbst schon einmal einen Kommafehler entdeckt. Sie sehen, selbst Profis machen Fehler.

Häufen sich falsche Rechtschreibung und mangelhafte Interpunktion jedoch zu sehr, macht dies jeden Text unbrauchbar. Die geschliffenste Sprache und die scharfsinnigste Argumentation verpuffen wirkungslos, wenn sich Tippfehler an Tippfehler reiht. Denn am Ende bleibt nur ein Eindruck beim Leser zurück: Hier wurde schlampig gearbeitet.

Vier-Augen-Prinzip

Um Fehler weitestgehend zu vermeiden hilft es, den fertigen Text am nächsten Tag noch einmal unvoreingenommen durchzugehen. Wetten, Sie entdecken dabei so manche “originelle” Schreibweise. Am Besten lassen Sie zusätzlich einen orthografisch versierten Kollegen drüberlesen. Vier Augen sehen schließlich mehr als zwei.

3. Einheitliche Schreibweisen

Die deutsche Sprache ist ja bekanntlich geradezu gespickt mit diversen Tücken. Eine davon ist, dass sie für viele Begriffe verschiedene Schreibweisen erlaubt. Heißt es nun “so dass” oder etwa “sodass”? Bevorzugen Sie Ihre Pizza mit “Tunfisch” oder soll es lieber “Thunfisch” sein? Und ist das Wort “Orthografie” nach Ihrem Geschmack? Oder doch “Orthographie”?

Bei allen eben genannten Fällen sind beide Schreibweisen möglich. Und die Reihe ließe sich noch eine ganze Weile lang fortsetzen. Welche Variante Sie favorisieren ist grundsätzlich irrelevant. Nur eines sollten Sie nicht: Beide Versionen verwenden. Schon gar nicht im selben Text. Obwohl jedes einzelne Wort für sich betrachtet im Duden steht, wirkt ein uneinheitliches Erscheinungsbild schlampig und unprofessionell.

Auch Gastautoren sollten sich auf Ihrem Corporate Blog an die von Ihnen vorgegebene Schreibweise halten. Mein Tipp: Erstellen Sie ein Wording, das festlegt, welche Variante in Ihrer Firma gilt, und tragen Sie jedem Ihrer Mitarbeiter auf, das Wording zu lernen.

4. Keine Text-Bild-Scheren

Den Spruch, “ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte” hat wahrscheinlich jeder von uns schon mindestens 1.000 Mal gehört. Doch es ist einfach wahr: Ein gutes Foto ist ein echter Eyecatcher, der jeden Textbeitrag aufwertet. Allerdings nur, solange keine sogenannte Text-Bild-Schere vorliegt.

Im Worst Case wird’s peinlich

Von einer Text-Bild-Schere spricht man immer dann, wenn die Botschaften, die Text und Bild separat betrachtet transportieren, derart auseinanderklaffen, dass die eigentliche Nachricht unverständlich wird. Im Worst Case kommt es sogar zu einem völlig falschen Zusammenhang.

5. Struktur statt Flickenteppich

Last but not least noch ein Wort zum Erscheinungsbild. Vermeiden Sie Unterstreichungen, wenn Sie einzelne Passagen hervorheben möchten. Damit stiften Sie meist Verwirrung, da Untertreichungen vom Leser mit Links in Verbindung gebracht werden. Gezielte Fettungen und geschickt platzierte Zwischenüberschriften eignen sich zu diesem Zweck besser und schaffen einen gewissen Mehrwert. Sie verleihen dem Text Struktur und helfen dem Leser, sich innerhalb Ihres Blogposts zurecht zu finden.

Doch wie sagt der Volksmund? Die Dosis macht das Gift. Nehmen Fettungen und kursive Passagen überhand, kann es passieren, dass der vormals gut strukturierte Text zum Flickenteppich wird. Deshalb ist es wichtig, dass Sie das rechte Maß im Auge behalten.

Fazit: Man darf Bücher nicht ausschließlich nach ihrem Umschlag und Blogposts nicht nur aufgrund der äußeren Form beurteilen. Dennoch sollten beim Erstellen eines Blogbeitrags ein paar Grundregeln dringend eingehalten werden, damit dieser zu einem nützlichen Baustein Ihres Content- und damit auch Ihres Inbound-Marketings wird.  Das ist, wie Sie eben gelesen haben, im ersten Moment zwar ein bisschen aufwändig, aber durchaus machbar. Es lohnt sich, ein wenig Mühe zu investieren. Für einen ersten Eindruck gibt es schließlich keine zweite Chance.

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Veröffentlicht am 20.03.2018 und zuletzt aktualisiert am 16.05.2018