Bloggen: Die besten Tipps für Anfänger

Bloggen: Die besten Tipps für AnfängerLaut Hubspot-Philosophie soll möglichst jeder Mitarbeiter eines Unternehmens zum Firmenblog beitragen, der potenziellen Kunden wertvolle Informationen geben kann.

Auch wenn man auf diese Art natürlich viele interessante Blogthemen zusammenstellen kann, bleibt meist noch eine Hürde: Man muss Menschen, die oft wenig Erfahrung mit zielgruppenorientiertem Texten haben, die Scheu vor dem Schreiben nehmen.

Am Besten gelingt das meiner Erfahrung nach, indem man den Betreffenden konkrete Best Practice-Tipps an die Hand gibt.

Besser bloggen: Unser Leitfaden für einen erfolgreichen Corporate Blog

Natürlich bedeutet das nicht, dass die ersten Blogposts dann sofort perfekt sind, aber es erleichtert den Einstieg deutlich. Die folgenden Tipps stammen aus dem Schulungsmaterial, das ich an angehende Blogger ausgebe. Sie können auch Ihnen helfen, den Kollegen die Scheu vor dem Bloggen etwas zu nehmen.

1. Überschrift

  • Aus sechs Wörtern oder weniger formulieren
  • Den Inhalt prägnant auf den Punkt bringen
  • Soweit es möglich und sinnvoll ist, das primäre Long-Tail-Keyword einbauen

Tipp: Hier würde ich nicht übertreiben. Grundsätzlich gilt im Content Marketing ja die Regel, dass man für den Leser schreibt und nicht für Google.

Wenn man also auch versucht ist, das Keyword jedes Artikels im Titel unterzubringen – man sollte es lieber lassen, wenn das Ergebnis unnatürlich klingt.

Wenn es möglich ist, sollte man gleich den Nutzen des Textes in der Überschrift kommunizieren.

Zum Beispiel:

  • Wie man ..., So werden Sie zum ...-Experten
  • 5 Wege, Problem XY zu lösen
  • Häufige Fehler beim ..., die Sie vermeiden können
  • Wichtige Tipps für ....

Tipp: Auch wenn man den Leser natürlich möglichst neugierig auf den Text machen will, sollte man hier nichts versprechen, was im Text nicht gehalten wird.

Auf diesen Trick fällt der Leser genau einmal herein – und wird sich in Zukunft auf die Suche nach seriöseren Quellen machen.

2. Textstil

Es ist ratsam, das anvisierte Keyword schon während des Schreibens im Hinterkopf zu haben.

HubSpot empfiehlt, das Keywordtool zur Themenfindung einzusetzen, welches dabei hilft, herauszufinden, wonach eigentlich online gesucht wird.

Dieses Keyword sollte als Thema des Blogpost begriffen werden, das im Text behandelt wird. Weniger empfehlenswert ist es, einfach draufloszuschreiben und am Ende den fertigen Text irgendwie so hinzubiegen, dass er zu einem bestimmten Keyword passt. 

So gerät man leicht in die Gefahr, über das zu schreiben, was einen selbst interessiert, anstatt sich an den Interessen der Buyer Persona zu orientieren.

Denken wie ein Lehrer

Ein Blogpost sollte keine Werbebotschaften transportieren.

Er sollte vor allem anderen ein Ziel verfolgen: Den Lesern etwas Neues beizubringen. Egal, ob es um Tipps zur Anwendung einer Software oder zur Reinigung eines Backofens geht.

Den Leser auf Augenhöhe ansprechen

Ich gebe angehenden Bloggern gern den Tipp, den Leser anzusprechen wie einen guten Freund, der einen um Rat gebeten hat.

Zu diesem Freund würde man kaum im Imperativ sprechen: Du musst! Du darfst auf keinen Fall!

Man würde eher Formulierungen verwenden wie: Aus meiner Erfahrung ist es am besten ..., Versuch doch mal ...., , Ich persönlich würde ...

Mit einer solchen „weichen“ Formulierung drückt man aus, dass man mit dem betreffenden Problem Erfahrung hat, und spricht eine Empfehlung aus. Man wirkt kompetent, aber nicht arrogant.

Storytelling: Von eigenen Erfahrungen berichten

Wie im Blogbeitrag "Wie funktioniert Storytelling" beschrieben, können kleine Anekdoten und Geschichten den Leser besonders effektiv ansprechen. Auch dieses Element muss man nicht krampfhaft in jeden Blogpost einbauen.

Ich persönlich überlege aber bei jedem Blogthema zuerst einmal, ob ich es anhand einer kurzen Story erklären kann.

Sprache: Knapp und präzise

Lange und verschachtelte Sätze machen es dem Leser unnötig schwer, einen Blogpost zu verstehen.

Das ist umso ungünstiger, als wir den Usern ja Wissen vermitteln wollen.

Deshalb empfehle ich nicht nur Neueinsteigern, lieber mehrere kurze Sätze anstatt eines langen zu verwenden.

Auch hier hilft der Gedanke daran, wie man einem Freund einen komplizierten Sachverhalt erklären würde. Anstatt ihn möglichst blumig zu beschreiben, würde man Wert auf Verständlichkeit legen. 

Diese Tipps sollten es Neulingen erleichtern, sich ans Bloggen zu wagen.

Natürlich kann man Bloggen (wie so viele andere Fähigkeiten) auch gut erlernen, indem man andere imitiert. Ich frage deshalb angehende Blogger immer, ob sie bereits privat oder beruflich Blogs lesen.

Wenn die Antwort darauf „ja“ lautet, empfehle ich Ihnen, in Zukunft auf sprachliche Feinheiten dieser Blogs zu achten – wie wird der Leser angesprochen? Ist der Tonfall seriös, witzig, umgangssprachlich? Wie lang sind die Sätze?

Indem man sich zu eigen macht, was einen an fremden Blogs besonders anspricht, kann man sich als Blogschreiber weiterentwickeln.

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Veröffentlicht am 14.11.2014 und zuletzt aktualisiert am 20.03.2017

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