Content Curation & Tools

content curation tools helfen bei der contenwiederverwertung„Curation“, also zu deutsch Kuratieren, bedeutet im Allgemeinen das Selektieren, Zusammenstellen, Archivieren und gegebenenfalls Verbreiten von Inhalten.

Der Begriff wird Ihnen vielleicht aus der Kunst geläufig sein, wo ein Kurator die Aufgabe hat, Kunstwerke und Sammelstücke für eine Ausstellung auszuwählen, zusammenzustellen und in einer Ausstellung zu präsentieren.

Was ist Content Curation?

Als Content Curation bezeichnet man nun das Sammeln verschiedenster Informationen (Artikel, Blogposts, Videos, Infografiken ...) zu einem bestimmten Thema.

Diese Inhalte werden anschließend systematisiert und sortiert, zu Themenkomplexen zusammengefasst und gebündelt, kommentiert und veröffentlicht.

Praktisch bedeutet das: Wenn Sie schon einmal einen Facebook-Post mit einem Kommentar versehen und geteilt haben, haben Sie bereits,zumindest im Kleinen, Content Curation betrieben. Ebenso, wenn Sie für den Corporate Blog Ihres Unternehmens News zu einem bestimmten Thema gesammelt und veröffentlicht haben.

Was bringt Content Curation?

Interessante Inhalte gibt es im Internet inzwischen wie Sand am Meer. Sie können und müssen das Rad nicht immer wieder neu erfinden.

Wenn Sie es richtig anstellen, können Sie mit Content Curation bereits vorhandene und für Ihre Buyer Personas relevante Informationen zusammentragen und kommentieren.

Agieren Sie als Filter und präsentieren Sie Ihren Followern, Leads und Kunden sortierte und präzisierte Informationen.

„Every two days now we create as much information as we did from the dawn of civilization up until 2003“

(Eric Schmidt, Google CEO)

Diese stets wachsende Fülle an Informationen nun komplett zu durchforsten und alle relevanten Inhalten zu finden ist nicht menschenmöglich und auch glücklicherweise auch nicht nötig.

Inzwischen gibt es einige Tools, die Ihnen diese Aufgabe abnehmen:

Content Curation Tools

Google News Alert

Beim News Alert von Google handelt es sich um ein E-Mail-Benachrichtigungssystem.

Unter der Voraussetzung eines Google-Accounts können Sie sich hier per E-Mail zu neuen Nachrichten über von Ihnen gewählten Themen und Schlagwörtern informieren lassen.

Erstellen Sie beispielsweise einen Alert für „Inbound Marketing“. Unter dem Button „Optionen“ können Sie anschließend auswählen,

  • wie oft Sie über neue Beiträge zu diesem Thema informiert werden wollen (so haben sie auch die Möglichkeit, sich unverzüglich, sobald ein neuer Beitrag ins Netz gestellt und vom Google News Crawler gefunden wurden, darüber informieren zu lassen)
  • in welcher Sprache die Beiträge, über die Sie informiert werden wollen, verfasst sein sollen
  • von welchen Quellen die Information stammen soll (Blogs, News, Videos, Diskussionen,...)
  • aus welchem Land bzw. welcher Region der Beitrag kommen soll
  • an welche E-Mail-Adresse die Benachrichtigung versandt werden soll

Google News Alert ist zweifelsohne eine der schnellsten Möglichkeiten, über neue Nachrichten und Artikel zu einem bestimmten Thema informiert zu werden.

Und Google liefert als weltgrößte Suchmaschine mit dem größten Medienpanel sicherlich auch die meisten Daten.

Allerdings ist der News Alert selbst eine Blackbox: Es ist nicht klar, welche Medien durchsucht werden und welche nicht. Die Suche nach Informationen unterliegt dem Page Rank; es werden nur die Seiten durchsucht, die Google für relevant hält.

Zudem liefert der News Alert eben auch nur neue Informationen. In der Vergangenheit bereits erschienene Beiträge zu einem bestimmten Thema werden in scheinbar willkürlicher Anordnung in einer endlosen Liste angezeigt. 

Scoop.it

Mit Scoop.it können Texte, Bilder oder Videos fremder Seiten gepinnt, mit passenden Tags verlinkt und so schnell wiedergefunden werden.

Diese Inhalte können, wenn man sein Scoop.it-Konto mit dem entsprechenden Social-MediaKonto verbindet, auch bei Facebook, Google+, Twitter, Pinterest, Tumblr oder LinkedIn geteilt werden.

Scoop.it eignet sich so hervorragend dazu, Inhalte für Businesszwecke zu kuratieren.

Im folgenden Video wird genau erklärt, wie Scoop.it funktioniert: 

Storify

Mit Storify können Texte, Fotos, Videos und Audiodateien kombiniert werden, um eine Geschichte, eine Story zu erzählen.

Ursprünglich ein journalistisches Startup, ist Storify inzwischen auch auch ein beliebtes Marketingtool für Agenturen, Marken und Unternehmen.

Storytelling ist aktuell eines der Buzzwords, und Storify bietet dafür die ideale Plattform.

Einmal angemeldet, kann man seine „Story“ mit Inhalten aus nahezu allen erdenklichen Social Media füllen: Facebook, Twitter, Instagram, Google+, YouTube, Flickr, RSS, Tumblr, App.net, Chute...

Diese Inhalte können dann mit Infotexten mit je maximal 300 Zeichen verbunden und zu einer Geschichte zusammengestellt werden.

Hat man seine Geschichte erstellt, kann diese selbstverständlich den üblichen Social Media Plattformen geteilt werden.

Mit dem Storify Bookmarklet Tool kann man ganz einfach, während man durch das Internet surft, alle gewünschten Beiträge, Posts und Fotos direkt auf Storify ablegen.

StumbleUpon

„You tell us your interests. We recommend great websites, photos and videos.“ Mit diesem Motto wirbt StumbleUpon (zu deutsch: „drüber stolpern“).

Der Social Bookmarking Dienst, der einst mit einer Toolbar als Browser-Extension begann, hat sich inzwischen zu einem eigenständigen sozialen Netzwerk entwickelt.

StumbleUpon schafft die Möglichkeit, neue, interessante Webseiten zu entdecken, ohne überhaupt aktiv danach zu suchen; also quasi über sie zu stolpern.

Dies funktioniert, indem die User ihre Interessen angeben, woraufhin StumbleUpon passende Webseiten, Texte, Videos oder Bilder vorschlägt. Durch Feedback in Form von „Likes“ und „Dislike“ lernt StumbleUpon seine Nutzer immer besser kennen und kann ihnen immer personalisiertere Vorschläge liefern.

Die so gefundenen Seiten kann man natürlich auch auf den üblichen Social Media Netzwerken teilen und kommentieren.

StumbleUpon kann auch als Traffic-Generator für eigene Inhalte genutzt werden. Es gibt die Möglichkeit, Links zu Inhalten in eine vorgesehene Maske einzufügen und so eine eigene Seite zu einem bestimmten Thema, einem Produkt oder einer Marke erstellen.

Paper.li

Mit Paper.li kann man seine eigene virtuelle „Zeitung“ herausgeben.

Direkt nach der Anmeldung (wie üblich ganz unkompliziert via Twitter- oder Facebook-Account) erstellt man seine Zeitung, gibt ihr einen maximal 35 Zeichen langen Titel und eine entsprechende Beschreibung.

Füllen kann man sie, indem man themengebunden nach Inhalten sucht, mit Hashtags oder bestimmten Usern bei Twitter oder Google+.

Gibt man beispielsweise als Thema „Content Marketing“ ein, so bekommt man den Vorschlag, alle Tweets, mit entsprechendem Hashtag in seine Zeitung mit aufzunehmen, oder RSS-Feeds, Facebooks-Posts oder Youtube-Videos mit entsprechendem Inhalt.

Mit einem einfachen Klick werden die gewünschten Quellen ausgewählt, mit einem weiteren Klick die Zeitung erstellt.

Die „Zeitung“ kann täglich (als Morgen- oder Abendausgabe) erscheinen, oder auch wöchentlich. Man kann das Layout verändern und diverse Widgets einbauen.

Und selbstverständlich kann die „Zeitung“ auch auf anderen Plattformen wie Facebook, Google+ oder LinkedIn geteilt werden.

Wie genau sie Ihre eigene Paper.li-Zeitung erstellen, zeigt Ihnen folgendes Video: 

 

„Content ist King – no longer. Today, the world has changed. Curation is King.“

Steve Rosenbaum

Nun, darüber lässt sich sicherlich streiten. Aber gerade für kleinere und mittelständische Unternehmen, die kein millionenschweres Budget für große Werbekampagnen aufbringen und nicht extra etliche Mitarbeiter zur Contenterstellung für die diversen Social Media Plattformen freistellen können, stellt diese Art des vernetzten Content Marketings eine lohnenswerte Alternative dar und bietet einen entscheidenden Vorteil für Markenaufbau und Wettbewerb.

Social Selling Webinar

Veröffentlicht am 17.11.2014 und zuletzt aktualisiert am 06.02.2017

Hat Ihnen der Artikel gefallen?

Dann abonnieren Sie doch unseren Newsletter!