Content-Marketing-Tipps: So werden gute Inhalte zu großartigem Content

© vetkit - Fotolia.com_102634176_XS (1)Sie sind weit gekommen: Sie haben die Mechanismen des Inbound-Marketings verinnerlicht, Ihre Website wurde um einen Blog erweitert, und Ihre Leads erhalten einen regelmäßigen Newsletter. Weil Sie sich in unserem Blog bereits mit den Themen Content-Findung und Verfassen von Blogposts auseinandergesetzt haben, existiert auch keine "Angst vor dem leeren Blatt“. Aber eine Sache gibt es vielleicht noch, die Sie beschäftigt: Wenn Inhalte so wichtig sind, kann man sie dann vielleicht auch optimieren, um sie wirksamer zu machen? Klar, man kann – und mit folgenden Content-Marketing-Tipps verrate ich Ihnen wie!

"Content is King“ – das ist für Sie natürlich schon lange nichts Neues mehr, und so richtig diese Feststellung ist, so selbstverständlich ist sie mittlerweile. Aber dabei geht es nicht nur um irgendwelche Inhalte: Relevanz ist das Zauberwort, das Ihnen bei Google genauso hilft wie bei Ihren Empfängern. Und sie ist einer der Hauptindikatoren für die Unterscheidung zwischen gutem Content und besserem Content. Wie wichtig es ist, dass Ihr Content nicht „nur“ gut, sondern besser ist, zeigt eine Studie von Acrolinx: Ergebnisse wie die zweifache Steigerung der Markenwahrnehmung oder die dreifache Steigerung der Conversions sollten Sie nicht ignorieren. Wie gewinnen Ihre Inhalte an Relevanz und werden großartig?

 

1. Machen Sie Beiträge nicht nur lesbar, sondern nutzbar

Gerade längere Texte profitieren davon, wenn Sie ihnen ein Inhaltsverzeichnis voranstellen. Setzen Sie vor den einzelnen Inhalten Ankerpunkte zur jeweiligen Textstelle, falls ein Leser oder eine Leserin direkt zu einem bestimmten Thema gelangen möchte. Nicht vergessen: Auf jeden Fall auch eine knappe Zusammenfassung erstellen, die Lust auf den Langtext macht.

2. Erzählen Sie eine Geschichte

In der gesamten Unternehmenskommunikation spielt das Storytelling eine bedeute Rolle zur Markenstärkung und zum Image-Aufbau. Das gilt auch für Ihren Content: Erzählen Sie eine Geschichte, die Ihre Leser zuerst abholt und dann mitnimmt. Begeistern Sie, erzählen Sie spannend, zeigen Sie sich humorvoll – je nachdem, was am besten zum Thema passt.

3. No Cat-Content!

Katzenbilder und -videos taugen eben immer als schlechtes Beispiel: Sie zeigen, dass es nicht nur um Reichweite geht, sondern auch darum, wen man erreicht – und mit welcher Aussage. Was nützt es, wenn sich ein Empfänger gut unterhalten fühlt, aber die Conversion ausbleibt? Verfassen Sie lieber Inhalte, die sich ganz gezielt an Ihre Buyer Persona richten. Das interessiert zwar nicht unbedingt jeden – aber eben die Menschen, die Ihre Kunden sind oder es werden sollen.

4. Holen Sie sich Unterstützung durch Bilder

Durch Visualisierung lassen sich Inhalte nochmals besser vermitteln (und behalten). Beschränken Sie sich nicht auf Symbolbilder mit wenig Aussagekraft, sondern machen Sie sich die Mühe und suchen Sie bei den Stock-Anbietern wirklich gute Bilder mit prägnanter Aussage. Immer eine gute Idee (wenn es zum Inhalt passt) sind Grafiken und Tabellen. Ein Extra-Tipp: Nutzen Sie Bilder für entsprechende Links; Bild-Links werden erfahrungsgemäß bevorzugt genutzt.

5. Seien Sie aktuell

Klar: Wie bei einem guten Smalltalk sollten die Themenfelder Politik, Religion und Geld aus einem Blogpost mit großartigem Inhalt ausgeschlossen werden. Die aktuelle Nachrichtenlage gibt in der Regel genug gute Vorlagen für relevanten Content vor. Schreiben sie also auch über das, was die Menschen bewegt – es reicht, wenn Sie das als Einstieg in Ihre Story nutzen.

Nicht zu vergessen: Auch wiederkehrende Fest- und Feiertage können die Grundlage für interessanten Content sein.

Was können Sie sonst noch tun?

Selbst hochwertiger Content kann die Leserin oder den Leser nicht erreichen, wenn er nicht optisch ansprechend ist. Hier helfen einige Kniffe, die Ihre Texte bekömmlicher machen:

Geben Sie Ihrem Text Struktur. Mit (Zwischen-)Überschriften, Absätzen, Gliederungssymbolen, Checklisten oder anderen Aufzählungen schaffen Sie ein Erscheinungsbild, das zum Lesen einlädt.

Machen Sie es nicht zu kompliziert: Blogbeiträge und Newsletter werden oft nebenbei konsumiert. Prägnante, kurze Sätze und ein klarer gedanklicher Aufbau helfen, dass sie dennoch beim Leser ankommen.

Google ist ein guter Freund. Aber Ihr Leser ist Ihr bester Freund

Wer sich mit dem Thema "Content“ befasst, der kommt um Google (und die anderen Suchmaschinen) natürlich nicht herum. Und so wird sich früher oder später die Frage stellen: Für wen sollen Sie eigentlich schreiben? Für Google oder für Ihre Leser?

Aus persönlicher Sicht, und damit stehe ich zum Glück nicht alleine da, muss immer zuerst Ihr Adressat im Mittelpunkt Ihrer Schreibbemühungen stehen; etwas Feintuning im Sinne von SEO folgt an zweiter Stelle. Die Gründe will ich gerne aufführen:

  • Wenn Ihr Content auf der "Zweierbeziehung“ zwischen Ihnen und Ihren Lesern gründet, gelingt es Ihnen viel besser, eine persönliche und verbindliche Kommunikation aufzubauen.
  • Wenn Sie beim Schreiben stets nur die neuesten Erkenntnisse (oder Mutmaßungen) rund um den Google-Algorithmus im Kopf haben, werden Sie sehr schnell feststellen: Ihre Texte verlieren jedes Alleinstellungsmerkmal; Es wird schwieriger, sich vom Wettbewerb abzusetzen und ein eigenes Profil zu erschaffen.
  • Ihre Leser sind einen Großteil des Tages im Netz unterwegs, und natürlich lernen auch sie unterbewusst die Mechanismen von SEO-optimierten Texten kennen. Das Ergebnis: Die Leserin oder der Leser erkennt, dass Sie vor allem für den Algorithmus schreiben. Das baut beim Rezipienten eine Abwehrhaltung auf und nimmt Ihren Texten die Relevanz.

Was übrigens sowohl Google als auch Ihren Lesern gefällt, sind zahlreiche weiterführende Links. Den Lesern geben sie die Möglichkeit, sich über ein Thema eingehender zu informieren. Für Google sind sie ein Signal, wie (Sie ahnen es schon) relevant Ihr Text ist. Achten Sie darauf, dass Sie sowohl Links zu externen Webseiten als auch interne Links zu verwandten Beiträgen auf Ihrer eigenen Seite setzen.

Das fällt alles auf Sie zurück

Die beste Währung in Sachen Suchmaschinen-Ranking ist der Backlink: Das ist die Bezeichnung für einen Link, den eine andere Seite bzw. ein anderer Blog auf einen Ihrer Beiträge setzt. Zum Beispiel, wenn der Betreiber der anderen Website Ihren Content als gut verständlich oder (genau!) relevant betrachtet.

Besserer Content wird besser rezipiert – und damit öfter geteilt. Das verschafft ihm mehr Relevanz. Und das wiederum bessere Suchmaschinen-Ergebnisse. Und so kommt es im besten Fall dazu, dass Ihr Content für Google besonders wertvoll ist, obwohl Sie doch die ganze Zeit nur an Ihre Leser gedacht haben.

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Veröffentlicht am 27.03.2018 und zuletzt aktualisiert am 11.04.2018