Das kleine 1x1 der Werbeartikel

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Sie begleiten ihren Besitzer Tag für Tag und rücken den Werbekunden immer wieder ins Blickfeld des Besitzers.

Egal ob Kugelschreiber, Feuerzeug oder Pfefferminzdragees – klassische Werbegeschenke sind nach wie vor wichtige Werbemittel und runden Events, Messen und Promotions wirkungsvoll ab.

Was Mediaberater über die Auswahl und den Einsatz der kleinen Verkaufshelfer wissen sollten, hab ich hier kurz für Sie zusammengefasst.

Mit diesem kleinen 1x1 können Sie bei Werbekunden punkten, wenn es gilt, bei Sonderwerbeformen und Live-Veranstaltungen für das i-Tüpfelchen zu sorgen. Oder Sie nutzen es, um mit dem gezielten Einsatz von Werbeartikeln Ihre Neukundengewinnung anzukurbeln und Ihre Markenbekanntheit zu steigern.

Welche Werbeartikel kommen an?

Aus einer Studie des Marktforschungsinstituts DIMA im Auftrag des Gesamtverbandes der Werbeartikelwirtschaft (GWW e.V.) geht hervor, dass Werbegeschenke von den Empfängern gerne und häufig im Alltag genutzt werden:

  • 94 % der Befragten besitzen einen Werbeartikel.
  • 86% verwenden diesen regelmäßig, die meisten davon täglich.

Dabei sind vor allem funktionelle Werbeartikel beliebt, aber auch Originalität, Design und Qualität des jeweiligen Utensils spielen eine wichtige Rolle. Die Auswahl an Werbemitteln ist riesengroß. Um für Ihren Kunden das Passende zu finden, ist es aus meiner Erfahrung hilfreich, sich an folgenden Punkten zu orientieren:

  • Zielgruppe des Kunden:
    • Alter? Beruf? Geschlecht? B2B oder B2C? Neukunden oder Stammkunden?
    • Vielleicht ist auch das Konzept der "Buyer Persona" dabei hilfreich.
  • Werbeanlass
  • Produkt(e) des Kunden

1. Zielgruppe des Kunden

Am Besten analysieren Sie die Zielgruppe nach Alter, Berufsgruppe und/oder Geschlecht. (Es macht beispielsweise keinen Sinn, Taschenmesser zu verteilen, wenn die Zielgruppe Kinder angesprochen werden soll.) Auch die Unterscheidung, ob B2B- oder B2C-Kunden erreicht werden sollen, ist wichtig für die Auswahl der Werbegeschenke.

Werbeartikel im B2C-Bereich

Hierfür eignen sich vor allem sogenannte „Streuartikel“, also kleine Utensilien, die in großen Mengen verteilt (=breit gestreut) werden können.

Ein Streuartikel garantiert eine nahezu hundertprozentige Trefferquote: Interessenten bekommen ihn beispielsweise an Messe- oder Infoständen direkt überreicht oder können sich dort selbst bedienen. Diese kleinen Werbegeschenke sind ausgezeichnete Multiplikatoren.

Zwei Sorten davon bleiben den Beschenkten besonders gut in Erinnerung: Zum einen Alltagsgegenstände wie Kugelschreiber, Feuerzeuge oder Schlüsselanhänger, die täglich genutzt werden und somit eine dauerhafte Werbewirkung erzielen. Zum anderen Präsente, die sowohl die Haptik als auch den Geschmackssinn ansprechen: Süßigkeiten wie beispielsweise Pfefferminzpastillen, Gummibärchen, Pralinés oder Getränke, z.B. Energy-Drinks, Fruchtsäfte
oder -schorlen oder Alkoholika wie Hugo und Prosecco.

Werbeartikel im B2B-Bereich

Hier dürfen die Werbeartikel gerne etwas hochwertiger sein. Im Gegensatz zu Streuartikeln, die gerne auf der Straße oder auf Konsumentenmessen verschenkt werden, kommen B2B-Geschenke beispielsweise auf Fachveranstaltungen oder
-messen zum Einsatz.

Hier gilt die Devise: Je kreativer der Werbeartikel gestaltet ist, umso eher bleibt er in Erinnerung. Vor allem Artikel für den Schreibtisch sind sehr geeignet, um dauerhaft eine Bindung zum Kunden aufzubauen: So sind es beispielsweise Tischkalender, Tassen, Zettelboxen oder auch eine kleine Tischuhr (mit oder ohne Wetterstation), die stets im Gesichtsfeld des Beschenkten bleiben – ihr Unternehmen ist somit stets am Arbeitsplatz des Kunden präsent.

B2B: Neukunde oder Kundenbindung?

Achten Sie auch bei Ihrem Werbeartikeleinsatz darauf, wem Sie das Geschenk überreichen wollen.

  • Ist es ein Neukunde, von dem Sie noch kaum Persönliches wissen?
  • Oder ist es ein Bestandskunde, dessen Hobbys, Vorlieben und Interessen sie bereits kennen?

Bei einem Neukunden ist es wichtig, einen Werbeartikel mit Funktionalität zu verschenken. Ansonsten ist die Gefahr groß, dass er in einer Schublade landet und verstaubt.

Hier eignet sich ein Kugelschreiber oder Rollerball, der auch gut funktioniert. (Dieser Aspekt scheint zwar nur ein Randdetail und wird immer wieder vernachlässigt, ist aber unabdingbar: Ein schlecht-schreibender Stift ist nervenaufreibend und lässt im Kunden zwangsläufig ein negatives Empfinden aufkommen, welches er auf Ihr Werbegeschenk – und somit Ihr Unternehmen – überträgt!)

Heutzutage wird es zunehmend schwieriger, Kunden mit Werbeartikeln an sich zu binden. Die Ansprüche bezüglich Einfallsreichtum, Kreativität und somit Abgrenzung zur Konkurrenz steigen. Deshalb sollte man bei der Kundenbindung individuell auf den zu Beschenkenden eingehen. Schließlich wollen Sie Ihrem Kunden ja zeigen, dass Sie ihn wertschätzen.

2. Werbeanlass

Um welchen Werbeanlass handelt es sich?

Ob Produktneueinführung, Geschäftseröffnung, Firmenjubiläum, Weihnachts- oder Osteraktion: Zu jedem saisonalen oder geschäftlichen Aufhänger werden Sie zahlreiche passende Artikel finden.

Es lohnt sich, dieses Angebot zu nutzen und die Auswahl auf den Anlass abzustimmen. Das stärkt die Erinnerung des Kunden daran, von wem und in welchem Zusammenhang er den Artikel erhalten hat.

3. Produkte/ Dienstleistungen des Kunden

Ein Bezug zum Kunden sollte auf den ersten Blick ersichtlich sein. Kontraproduktiv wäre es beispielsweise, wenn ein Kosmetikstudio Phasenprüfer verschenkt; hier eignen sich eher Nagelfeilen.

Allerdings könnten Sie für eine ausgefallene Werbekampagne auch einmal völlig „unpassende“ Werbeartikel nutzen, die dann um so aufmerksamkeitsstärker sind.

Wer weiß, vielleicht ist Ihr Kunde ja ein Nagelstudio, dessen Profi-Maniküre sogar Heimwerkertätigkeiten unbeschadet übersteht? Mit diesem Aufhänger könnten Phasenprüfer oder Meterstäbe tatsächlich ein passendes Gimmick sein.

Mein Tipp: Arbeiten Sie mit einem Werbeartikelberater zusammen! Dieser kann Ihnen nicht nur Dinge von der Stange, sondern eben auch Sonderanfertigungen – individuell nach Kundenwunsch – organisieren.

Inbound Marketing mit HubSpot

Veröffentlicht am 24.04.2014 und zuletzt aktualisiert am 22.02.2017