Dornröschen und das Content Recycling

content-recyclingEinen regelmäßigen Blog über ein bestimmtes Thema zu verfassen, kann eine ganz schöne Herausforderung sein.

Irgendwann kann einen das Gefühl beschleichen, schon jeden Aspekt eines Themenfeldes beleuchtet zu haben und man weiß nicht mehr, über was man noch schreiben sollte.

Die gute Nachricht ist: Man muss das Rad nicht ständig neu erfinden. 

Manche Geschichten sind zeitlos. Aber sie immer wieder auf die gleiche Art und Weise zu erzählen lässt sie alt und langweilig werden.

Der letzte Disney-Film „Maleficent“, der im Mai in die Kinos kam, ist eine Wiedererzählung des klassischen Märchens „Dornröschen“.

Der Clou an der Sache:

Dieses Mal wird die Geschichte aus der Sicht der dunklen Fee Malefiz, die in der klassischen Variante der Geschichte der Bösewicht ist, erzählt.

Das Märchen Dornröschen kennt wohl jeder, und fast jeder hat wohl auch bereits eine Verfilmung der Geschichte gesehen. Disney´s Adaption des Märchens von 1959 ist einer der Klassiker unter den Märchenfilmen und genießt wohl nicht nur unter Trickfilmfans Kultstatus.

Die Merchandise-Abteilung von Disney hat die Videos bzw. DVDs immer und immer wieder neu aufgelegt, neue Merchandiseartikel rausgebracht. Der Film wurde bis zum Äußersten vermarktet und jeder mögliche Tropfen Profit herausgequetscht.

Dieses Jahr nun hat Disney den Film umgeschrieben und in etwas Neues verwandelt, von dem neuer Ertrag generiert werden kann.

„Maleficent – Die dunkle Fee“ schlug sich nicht schlecht in den Kinos dieser Welt, so spielte er bereits am Premierenwochenende 170 Millionen Dollar ein.

Vor allem aber hat sich Disney mit dem Film eine neue Marketinglinie eröffnet, die, in Kombination mit den zu erwartenden Einkünften aus DVD-Verkäufen und dem Verkauf von Fernsehrechten, millionenschwer sein dürfte.

Zudem wäre es nicht überraschend, wenn auch der original Dornröschen-Film und das dazu gehörende Merchandise wieder einen Popularitätsanschub erfahren und die Erträge so zusätzlich steigern würde.

Maleficent stellt somit ein großartiges Beispiel für gut gemachtes Content Recycling dar.

Wecken Sie Ihre "Sleeping Beautys" auf

Welche Inhalte können Sie aus dem Dornröschenschlaf erwecken, neu gestalten und so zusätzlichen Traffic erzeugen?

Wenn Sie das Gefühl haben, schon alles gesagt zu haben, ist es eine gute Idee, Content, der in der Vergangenheit besonders erfolgreich gelaufen ist, wiederzubeleben.

Dieser, dann scheinbar neue Content kann Ihnen mehr Traffic und neue Leads bringen.

Manche Themen, wie zum Beispiel Social Media und Online Marketing, sind extrem schnelllebig und haben eine relativ geringe Gültigkeitsdauer. Es gibt ständig Veränderung (z. B. die Größen der Profilbilder) oder neue Entwicklungen.

Themen wie diese bieten sich hervorragend dazu an, in einer aktualisierten Fassung neu veröffentlicht zu werden.

Und auch, wer Ihren Blog oder Ihre Homepage schon länger verfolgt, hat den ursprünglichen Content vielleicht gar nicht gelesen oder bereits wieder vergessen, so dass der recycelte Inhalt auch für ihn interessant ist. 

Es schadet nicht, ab und an alten Wein in neue Schläuche zu füllen und so wieder interessanter zu machen.

How to recycle

Hier sind ein paar Möglichkeiten, wie Sie Ihre Ihre bereits bestehenden Inhalte zu neuem Leben erwecken können:

  • Kombinieren Sie eine Serie von Blogposts zu einem bestimmten Thema und fassen sie zu einem Whitepaper zusammen
  • Wandeln Sie ein Whitepaper in ein Webinar um
  • Machen Sie aus einer alten Präsentation (z.B. Slideshare) einen Blogpost
  • Machen Sie aus einzelnen Teilen einer größeren Kampagne Stand-Alone-Pieces
  • Aktualisieren Sie alte Blogposts mit neuen Statistiken und Analysen
  • Veröffentlichen Sie Fallstudien als Blogposts

Inhalte zu recyclen nimmt in der Regel deutlich weniger Zeit in Anspruch, als ständig neuen zu kreieren. Gerade in anstrengenden Phasen, in denen Sie und Ihr Team viele andere Aufgaben bewältigen müssen und das Verfassen neuer Inhalte zeitlich kaum möglich scheint, kann Ihnen Content Recycling helfen, entstehende Lücken zu füllen.

Achten Sie aber immer darauf, die Inhalte auch wirklich zu recyclen, also aufzubereiten und weiterzuführen. Bloßes Kopieren und Wiedergeben fällt nicht nur Ihren Lesern, sondern auch Suchmaschinen negativ auf. (Stichwort "Duplicate Content").

Und seien Sie ehrlich; ist Ihnen aufgefallen, dass wir erst vor wenigen Wochen über das Thema Content Recycling geschrieben haben?

Kostenloses Whitepaper

Veröffentlicht am 19.11.2014 und zuletzt aktualisiert am 06.02.2017