Grundlagen der Teamführung II - Teambuilding

Dieser Blogpost ist Teil 2 unsererer Serie Teamführung

Teambuilding_Teamfhrung_TeamentwicklungLange Zeit war Online-Marketing einfach nur ein Teil des allgemeinen Marketing und wurde in den Unternehmen auch dort angesiedelt.Nun beginnen aber immer mehr mittelständische Unternehmen, eine eigene Online-Marketing-Abteilung aufzubauen.

Dabei ist ein besonderes Augenmerk auf das Teambuilding zu legen, um von Anfang an ein möglichst effektives und konfliktarmes Miteinander zu ermöglichen.

Aber auch bei bestehenden Teams sollten von Zeit zu Zeit Teamentwicklungsmaßnahmen geprüft werden, um Krisen vorzubeugen und die Leistungsfähigkeit beizubehalten.

Together Everybody Achieves More

Zunächst gilt es, den Begriff "Team" für die eigenen Bedürfnisse zu definieren.

Laut Duden ist ein Team eine "Gruppe von Personen, die gemeinsam an einer Aufgabe arbeiten".

Ein Team arbeitet also gemeinsam auf ein vorher festgelegtes Ziel hin. Für Sie als Teamführer gilt es dabei folgende Punkte zu beachten:

  • Berücksichtigen Sie die Fähigkeiten der einzelnen Teammitglieder und verteilen Sie auch die Aufgaben dementsprechend.
  • Legen Sie Regeln zum gemeinsamen Umgang, vor allem mit Kritik und Fehlern fest, um so Konflikten vorzubeugen.
  • Sollte es doch zu einem Konflikt kommen, soll dieser immer teamintern beigelegt werden.
  • Ihr Team sollte nach außen immer geschlossen und gemeinsam Auftreten. Je passender Ihre Führung und Ihr Führungsstil ist, umso mehr wird es zu einem "Wir-Gefühl" kommen, das zusammenschweißt!
  • Achten Sie auf eine ausgewogene Balance innerhalb des Teams: Gesunder Wettbewerb steigert natürlich die Leistungsbereitschaft. Das Ganze kann aber auch schnell in ein Konkurrenzdenken ausarten, dass das Team auseinandertreibt.

O Käpt’n, mein Käpt’n!

Bedenken Sie: Nicht nur Sie haben an die einzelnen Mitglieder Ihres Team Erwartungen. Umgekehrt erwartet Ihr Team auch von Ihnen einiges.

Laut einer Statista-Umfrage gaben 100% der Befragten an, dass Ihnen Kommunikationsfähigkeit bei ihren Vorgesetzten wichtig sei. Also: Reden Sie mit Ihrem Team. Machen Sie Ihre Entscheidungen transparent und erklären Sie sie. (Das heißt natürlich nicht, dass Sie sie rechtfertigen sollen, nur offen darlegen.)

Eine weitere Voraussetzung, die Sie als Teamleader erfüllen sollten ist die Kritikfähigkeit. Dazu gehört natürlich, dass Sie Kritik an sich oder Ihrer Arbeit anhören und annehmen können.

Darüber hinaus beinhaltet dieser Punkt aber auch die Fähigkeit, Kritik konstruktiv äußern zu können. Und im Gegenzug auch zu loben. Denn auch das haben Umfragen gezeigt: Gerade die Mitglieder der Generation Y legen auf Wertschätzung und Anerkennung Ihrer Leistungen zum Teil mehr Wert als auf eine hohe Bezahlung!

Wie Sie ein guter Kapitän Ihrer Mannschaft werden?
Indem Sie

  • eine persönliche Einstellung zu jedem einzelnen Ihrer Mitarbeiter und zu dem Menschen, der dahinter steht, entwickeln.
  • eine gute Menschenkenntnis haben oder entwickeln. (Dazu gehört auch eine gute Selbstkenntnis!)
  • sich Wissen um Gruppendynamiken und Teamentwicklung aneignen. (Mit dem Lesen dieses Posts legen Sie dazu schon die ersten Grundsteine!)
  • sich mit den psychologischen Grundlagen der Motivation beschäftigen. Das betrifft sowohl die Mitarbeitermotivation als auch die Selbstmotivation.
  • sich ein gutes Stressmanagement aneignen.

Das Teamdreieck

Als Teamleiter ist es Ihre Hauptaufgabe, mit Ihrer Führung dafür zu sorgen, dass Ihre Mitarbeiter ihre arbeitsbezogenen Potentiale möglichst optimal entfalten können.

Ziel dabei ist es, ein dynamisches Gleichgewicht der Faktoren, die eine Gruppe prägen, zu erzielen.

Ein gutes Modell, um die Einflussfaktoren der Teamsituation zu beschreiben, ist die themenzentrierte Interaktion nach Ruth Cohn:

Teambuilding_und_Teamentwicklung

Als Teamleiter sind Sie dafür verantwortlich, dass allen Faktoren in der Teamsituation gleichermaßen Platz eingeräumt wird.

  • Die Einzelperson braucht genug Spielräume zur Entfaltung ihrer Individualität.
  • Im Team müssen Akzeptanz, Offenheit und das Wir-Gefühl vorherrschen
  • Die Arbeitsaufgabe muss zielgerichtet angegangen werden.
  • Im Umfeld muss die Leistung des Teams mit einer passenden Außendarstellung abgebildet werden.

Bei einer einseitigen Überbetonung eines Faktors und damit einer Vernachlässigung der anderen Faktoren kann es auf Dauer zu Spannungen kommen.

Wird beispielsweise den individuellen Bedürfnissen Einzelner zu stark nachgegeben kann es zu Neid und Missgunst kommen und so das Team-Gefühl verloren gehen.

Wird hingegen der Teamgeist überbetont, kann vielleicht der Einzelne seine Fähigkeiten nicht optimal entfalten und verspürt übergroßen Gruppenzwang.

Sie sehen es: Es ist gar nicht so leicht, gute Rahmenbedingungen für ein effizientes und harmonisches Teamwork zu schaffen. Und selbst unter Idealbedingungen wird es immer wieder zu Konflikten in Ihrem Team kommen. Im nächsten Teil dieser Serie zeige ich Ihnen, wie Sie diesen weitestgehend vorbeugen und sie gegebenenfalls lösen.

Coaching

Veröffentlicht am 15.06.2015 und zuletzt aktualisiert am 06.02.2017

Kostenloses Webinar: 31.Mai 2016 | 11:00 Uhr

Marketing nach der EU-Datenschutzgrundverordnung

Ein Fahrplan zum richtigen Datenschutz 2018

Mit Christian Volkmer (Projekt 29 GmbH & Co. KG)

Webinar: Marketing nach der EU-Datenschutzgrundverordnung: Jetzt kostenlos anmelden!