Die Vorteile einer Long-Tail-Strategie

Long Tail Keywords - der Garant einer erfolgreichen SEO StrategieSie haben ein neues Online-Projekt ins Leben gerufen und Ihre anvisierte Buyer Persona erstellt.

Die Frage "Für wen schreibe ich das eigentlich?" sollte die Basis eines jeden Content-Projekts sein. Es hilft beim Schreiben ungemein, wenn man sich eine konkrete Person als Adressaten vorstellen kann. Die Buyer Persona stellt quasi eine Visualisierung Ihres Zielpublikums dar.

Doch wie kann man jetzt dafür sorgen, dass die richtigen Besucher auch auf Ihre Seite aufmerksam werden?

Wie schon an anderer Stelle beschrieben, hat das Internet für einen Wandel des Verkaufsprozesses gesorgt. Potenzielle Kunden informieren sich mittlerweile selbst über ein Produkt oder eine Dienstleistung, bevor sie den Kontakt zum Anbieter suchen.

Vorrangiges Ziel einer Long Tail Strategie sollte es daher sein, dafür zu sorgen, dass man von möglichen Käufern gefunden wird. Es gilt also herauszufinden oder sich vorzustellen, mit welchen Fragen und Problemen die Buyer Persona konfrontiert ist, die von Ihrem Unternehmen gelöst werden können. In diesem Zusammenhang spielen die sogenannten Long-Tail-Keywords eine wichtige Rolle.

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Was sind Long-Tail-Keywords?

Stellen Sie sich den kleinen Buchladen um die Ecke vor. Aufgrund seiner beschränkten Ladenfläche kann er nur eine bestimmte Anzahl von Büchern in seinem Geschäft anbieten. Um möglichst rentabel zu sein, wird sich der Buchhändler auf die Bücher konzentrieren, bei denen er sich die besten Verkaufschancen ausrechnet. Im Vergleich dazu hat ein Riese wie Amazon mit seinen enormen Logistikzentren nahezu unbeschränkte Lagerkapazitäten. Amazon kann es sich leisten, eine enorme Bandbreite anzubieten. Natürlich verkauft auch der Internetkonzern am allerhäufigsten die Blockbuster. Da dies aber nur ein relativ schmales Segment ist, übersteigt die Summe der verkauften Bücher, die vielleicht nur 10 bis 100 mal in der Woche bestellt werden, die der Publikumsrenner.

Vergleichbar verhält es sich auch bei den Long-Tail-Keywords: Schätzungen zufolge sind mehr als 70 Prozent aller Suchanfragen sehr spezifischer Natur und bestehen aus mehreren Begriffen.

Oder anders formuliert: Angenommen Sie würden bei den Top 1000 der meistgesuchten Keywords in allen Suchmaschinen auf dem ersten Platz liegen (was unmöglich zu erreichen ist), würden Sie dennoch fast 90 Prozent des durch Suchmaschinen generierten Traffics verpassen.

Die Vorteile einer Long-Tail-Strategie

Geringerer Wettbewerb: mehr Top-Positionen in den Suchergebnissen

Im Internet gibt es keine Beschränkung der "Ladenfläche". Dafür herrscht ein gnadenloser Wettbewerb um Aufmerksamkeit. Es macht wenig Sinn, einen Beitrag auf ein Keyword wie "Marketing" zu optimieren. Die Konkurrenz ist einfach zu groß, um hier noch auf der ersten Seite der Suchergebnisse zu gelangen.

Hier kommen die Vorzüge eines eigenen Unternehmens-Blogs ins Spiel: Im Gegensatz zu einer statischen Firmenpräsenz mit ca. fünf bis zehn Webseiten, die nur auf eine geringe Anzahl von Keywords optimiert werden können, haben Sie mit einem regelmäßig geführten Blog die Möglichkeit, nahezu unbegrenzt in die zu Breite gehen. Jeder Blogeintrag produziert dabei eine (auf ein Long-Tail-Keyword optimierte) Seite, die von Google indexiert werden kann. Wenn Sie es schaffen, bei 50 unterschiedlichen Suchbegriffen, die vielleicht nur 200 mal im Monat gesucht werden, auf Platz eins zu landen, werden Sie dadurch mehr Traffic ergattern, als wenn Sie bei einem Top-Keyword mit 200.000 Anfragen auf Platz 40 liegen.

Qualifiziertere Besucher auf Ihrer Website

Es geht jedoch nicht NUR um einfach MEHR Traffic. Ziel sollte es vor allem sein, dass die RICHTIGEN, durch Lead Scoring ermittelten Leute bei Ihnen landen. In diesem Zusammenhang zeigt sich ein weiterer Vorteil der Long-Tail-Strategie: Spezifischere Suchanfragen deuten auf eine genauere Erwartung des Suchenden hin. Das heißt, je besser eine Seite auf eine genauere Suchanfrage passt, desto qualifizierter ist automatisch der Besucher.

Auswirkungen auf Top-Keywords

Da detailliertere Suchanfragen meist auch ein Top-Keyword beinhalten, wirkt sich eine Long-Tail-Strategie gleichzeitig auf Ihr Ranking für die Top-Keywords aus. Wenn Sie von mehreren hochplatzierten Blogposts auf eine Seite mit einem umkämpfteren Keyword verlinken, können Sie dieser zusätzlichen Schub verleihen.

Ranking-Verluste haben weniger dramatische Auswirkungen

Google arbeitet fortlaufend daran, die Qualität seiner Suchergebnisse zu verbessern und schraubt zu diesem Zweck ständig an der Funktionsweise seines Suchalgorithmus. Kleinere Veränderungen bekommt man in der Regel nicht einmal mit.

Größere Updates, wie beispielsweise "Panda" 2011 und "Penguin" 2012/13 ziehen jedoch häufig schwere Konsequenzen für Seitenbetreiber bis hin zur plötzlichen Löschung der Seite aus dem Suchindex nach sich. Google bezieht über 200 Faktoren in die Bewertung einer Seite mit ein. Das bedeutet, dass sich das Ranking für einen Suchbegriff beinahe täglich ändert und eine mühsam erkämpfte Top-Positionierung keinesfalls in Stein gemeißelt ist.

Wenn Sie Ihre Seite also nur für wenige Top-Keywords optimieren, kann ein Einbruch in der Positionierung dramatische Konsequenzen nach sich ziehen, die sich nur mit viel Anstrengung wieder revidieren lassen.

Durch eine breite Aufstellung mit Long-Tail-Keywords sind Sie für diese Gefahr wesentlich weniger anfällig. Sollte sich die Positionierung bei ein paar Suchphrasen verschlechtern, heißt das noch lange nicht, dass Ihr Unternehmen aus den Suchergebnis verschwindet. Durch den geringeren Wettbewerb auf diese Begriffe, lässt sich zudem einer Verschlechterung der Position viel leichter entgegen wirken.

Fazit

Eine Long-Tail-Strategie macht vor allem bei einem eigenen Unternehmensblog Sinn. Im Gegensatz zur statischen Unternehmenswebsite haben Sie hier die Möglichkeit, in die notwendige Breite zu gehen. Das erfordert jedoch ein gewisses Maß an Ausdauer und Disziplin. Inbound Marketing ist ein langfristiger aber dafür nachhaltiger Prozess. Welche Tools Ihnen bei der Entwicklung eines Content-Plans behilflich sein können, werde ich in einem weiteren Blogpost beschreiben. Bis dahin freue ich mich über Ihre Kommentare.

Onpage

Veröffentlicht am 06.05.2014 und zuletzt aktualisiert am 02.03.2017

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