Marketing-Analyse: Wie fit ist Ihre Website – Teil 2

marketing-analyse-website-teil1Im ersten Teil des Artikels bin ich darauf eingegangen, wie sich die Rolle von Firmen-Webseiten gewandelt hat. Moderne Webpräsenzen haben nicht nur eine repräsentative Funktion, sondern unterstützen Sie aktiv bei der Neukundenakquise.

Sie haben bereits die Grundvoraussetzungen kennengelernt: Die Bereitstellung von hilfreichem Content über Ihren hauseigenen Blog und die Konvertierung von Besuchern mit Hilfe von Landing Pages und Kontaktformularen.

Heute möchte ich noch auf einige weitere Aspekte eingehen.

Nutzen Sie Marketing-Automation?

Das sogenannte Lead-Nurturing ist ein wichtiger Bestandteil von Inbound Marketing. Kontakte sollen dabei mit genau den Informationen versorgt werden, für die Sie vorher Interesse gezeigt haben und die zu ihrer momentanen Phase der Kaufentscheidung passen.

Ein einfaches Beispiel:

Nehmen wir einmal an, Sie wären ein Hersteller von spezieller Software und bieten eine zeitlich begrenzte Demoversion zum kostenlosen Download an. Häufig probieren die Nutzer diese zwar aus, haben aber oft gar nicht die Zeit, sich tiefer mit dem Produkt zu beschäftigen und alle Funktionen wirklich zu testen. Und irgendwann ist es zu spät und die Testphase ist vorbei.

Abhilfe könnte hier beispielsweise eine automatisierte Serie von E-Mails schaffen, in der Sie Tutorials, hilfreiche Tipps zur Anwendung rund um das Produkt beschreiben oder Antworten zu häufig gestellten Fragen (FAQ's) liefern. So werden die Nutzer "bei der Stange gehalten" und lernen die einzelnen Facetten und kreativen Anwendungsmöglichkeiten des Programms besser kennen.

Der Vorteil: Sie müssen diese Serie von E-Mails nur einmal schreiben und den Workflow mit einer bestimmten Startbedingungen (hier: der Download) festlegen.

Jedoch ist es etwas zu kurz gedacht, den Begriff "Marketing Automation" nur mit dem Versenden von E-Mails gleichzusetzen.

Eine Übersicht über verschiedene Anwendungsmöglichkeiten von Marketing-Automation finden Sie in diesem Artikel.

Ist Ihre Seite für optimiert für Suchmaschinen?

Wie schon an anderer Stelle beschrieben, beginnen heutzutage die meisten Kaufentscheidungen (Studien sprechen von 60 - 90%) mit einer Suchanfrage und 60% der Klicks gehen an die drei ersten Plätze in den Suchergebnissen. Diese Zahlen sollten Grund genug sein, sich für das Thema Suchmaschinenoptimierung zu interessieren.

Natürlich ist professionelles SEO eine eigene Wissenschaft für sich. Dennoch ist es ratsam, einige grundlegende Dinge zu beachten. 

Prinzipiell unterscheidet man zwischen zwei Arten der Suchmaschinenoptimierung: Während sich Offpage-SEO mit Faktoren beschäftigt, die außerhalb Ihres Einflusses liegen (z.B. wie oft Ihre Seite von anderen Seiten verlinkt wird), geht es bei der Onpage-Optimierung darum, Ihre Website für Suchmaschinen aufzubereiten.

Man geht davon aus, dass Suchmaschinen externe Faktoren stärker gewichten, als diejenigen, die sich unter Ihrer direkten Kontrolle befinden, da diese ein neutraleres Bild liefern, wie Besucher die Qualität Ihrer Seite einschätzen.

Dennoch ist es durchaus sinnvoll, alles dafür zu tun, bei Ihrer Seite eine Infrastruktur zu schaffen, die Suchmaschinen "gefällt".

Das ist so ähnlich wie bei einem Vorstellungsgespräch: Eine angemessen Kleidung, ein pünktliches Erscheinen oder ein freundliches Auftreten haben zwar keinen unmittelbaren Einfluss darauf, ob man eine Stelle bekommt oder nicht. Aber es sind Grundvoraussetzungen, die man direkt beeinflussen kann und die den Grundstein für einen positiven Eindruck legen.

Artikel zum Thema:

Ist Ihre Seite responsive?

Laut TNS-Infratest benutzen mittlerweile rund 57% der 14- bis 64-jährigen Internetnutzer ihr Smartphone, um im Internet zu surfen. Dieser Trend wird sich zukünftig weiter verstärken.

Responsive Webseiten passen Ihre Darstellung (oder sogar ihre Inhalte) automatisch an das verwendete Gerät des Besuchers an und sorgen so für eine optimale Bedienbarkeit.

Man geht davon aus, dass Google überprüft, ob eine Webseite für mobile Geräte optimiert ist und dies auch in den Suchergebnissen berücksichtigt.

Es ist also durchaus empfehlenswert, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen und die eigene Webseite für das Zeitalter des mobilen Internets fit zu machen.

Nutzen Sie soziale Netzwerke?

Drei Viertel aller Internetnutzer sind heutzutage in mindestens einem sozialen Netzwerk angemeldet.

Natürlich muss nicht jedes Unternehmen in jedem sozialen Netzwerk aktiv sein. (vgl. "Social-Media-Marketing: Welcher Content für welchen Kanal?")

Dennoch gibt es gute Gründe, sich näher mit Thema auseinander zu setzen und aktiv zu werden.

Nicht jeder Ihrer Leser möchte unbedingt einen Newsletter abonnieren, um über Ihre Inhalte auf dem Laufenden gehalten zu werden. Manche wollen vielleicht per Twitter über Ihre Inhalte informiert werden.

Daher empfiehlt es sich, es Ihren Besuchern mit prominent platzierten "Follow-Icons" so einfach wie möglich zu machen, Ihre Social-Media-Kanäle zu abonnieren.

  • Laut HubSpot generieren Unternehmen, die 51 bis 100 Follower auf Twitter haben, 106% mehr Traffic als diejenigen, die 25 oder weniger haben.
  • Im Durchschnitt steigt der Traffic von Unternehmens-Seiten, wenn Sie bei Facebook die Marke von 1000 Facebook-Likes überschreiten.

Social Media Marketing ist allerdings mehr als nur ein weiterer Distributionskanal für Ihren Content. Vielmehr geht es darum, eine Beziehung zu Ihren (potenziellen) Kunden aufzubauen.

Wie Social Media Kanäle sie nicht nur bei der Neukundenakquise unterstützen, sondern auch Kundenbindungsinstrument einsetzen können, erfahren Sie in unseren beiden Artikeln zum Thema "Social Selling".

Jetzt downloaden: Inbound Marketing Whitepaper - Der Turbo für den Verkauf

Veröffentlicht am 31.10.2014 und zuletzt aktualisiert am 25.01.2017

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