Social Media Marketing: Welcher Content für welchen Kanal? Teil 1

Dieser Blogpost ist Teil 7 unsererer Serie Social Media Marketing für Einsteiger

Social-Media-Netzwerke sind ideale Verbreitungswege für Content, wenn man sie entsprechend einzusetzen weiß! Die Nutzer, Zielgruppen und Funktionsweisen der einzelnen Netzwerke unterscheiden sich zum Teil erheblich.Social Media Marketing: Welcher Content für welchen Kanal? Teil 1

Das Ziel einer guten Content-Strategie ist es, qualitativ hochwertige, relevante und auf den jeweiligen Verbreitungskanal zugeschnittene Inhalte zu erstellen.

So wird ermöglicht, dass sich die jeweilige Zielgruppe, bzw. Buyer Persona mit Ihrem Unternehmen auseinandersetzt und mit Ihnen in Kontakt kommt.

Noch bevor die Auswahl für die Nutzung bestimmter sozialer Netzwerke für Ihr Content-Marketing getroffen wird, ist die Auseinandersetzung mit folgenden Fragen sehr wichtig:

  • Welche Marketing-Ziele verfolgt Ihr Unternehmen im Online-Bereich und speziell in Sachen Social Media (z.B. Präsenz, Markenbildung bei Neukunden, Kundenbindung)?
  • Welche Zielgruppe/Buyer Persona wollen Sie erreichen und wie ist das Nutzerverhalten dieser Zielgruppe in den jeweiligen sozialen Netzwerken?
  • Welcher Content zu Ihren Produkten und Dienstleistungen ist bereits vorhanden? Welche Inhalte wollen Sie neu erstellen und über welche Kanäle lässt sich der Content am besten an Ihre Zielgruppe verbreiten?

Haben Sie diese Fragen im Detail für sich beantwortet, so sind Sie auch mit Ihrer Content-Strategie im Bereich Social Media einen großen Schritt weiter.

Als nächstes ist die konkrete redaktionelle Planung und das Controlling für die Veröffentlichung in den ausgewählten Netzwerken empfehlenswert.

Dies kann manuell erfolgen oder über hilfreiche Social Media Management Tools wie Hootsuite oder auch umfassende Inbound Marketing Tools:

Nun wird es spannend: Wir stellen Ihnen die jeweiligen Eigenschaften der verschiedenen Netzwerke und deren Content-Möglichkeiten vor.

Youtube

Youtube

Über das Netzwerk

Weltweites Videoportal mit mehr als 1 Milliarde einzelner Nutzer jeden Monat.

Welcher Content?

Videos mit:

  • Produktinformationen
  • Unternehmenspräsentation
  • Informationen zu fachspezifischen Themen
  • Interviews
  • Mitschnitte von Veranstaltungen
  • Anleitungen

Tipps für Content-Erstellung

  • Der Titel des Videos sollte außergewöhnlich und informativ sein, damit der User auf einen Blick weiß was ihn im Video erwartet.
  • Der Titel sollte max. 65 Zeichen beinhalten und mit wichtigen Keywords zu Beginn formuliert sein. Hier empfiehlt es sich auch eine Long-Tail-Strategie zu entwickeln.
  • Keywords als sog. Tags in Beschreibung vom Video einfügen, damit die Suche nach Video erleichtert wird
  • Eine Frage oder Links in die Video-Beschreibung einbauen, um Aktivität bei Usern auszulösen.

Spezieller Vorteil

Neben seinem Mutterkonzern Google ist YouTube die größte Suchmaschine der Welt. User suchen hier nach Informationen zu Fachthemen, nach Ratschlägen und Tipps sowie Anleitungen oder Tests zu speziellen Themen.

Herausforderung

Die Erstellung von eigenen Videos ist aufwendig, jedoch auch mit kostenlosen Tools und einer überschaubaren Ausstattung machbar. Daher sollten die zeitlichen, technischen und finanziellen Ressourcen genau geplant und abgewogen werden.

Hier finden Sie ein Beispiel das große Konzerne wie Audi sehr erfolgreich einen Youtube-Kanal betreiben. Aber auch kleine Organisationen wie „Oberstaufen Tourismus“  können mit Youtube punkten.

Pinterest

Über das Netzwerk

Pinterest_Logo

Dieses Social-Bookmarking-Netzwerk basiert auf dem Interesse an schönen Bildern und visueller Darstellung und zählt 40 Millionen aktive User pro Monat zu seinem Nutzerkreis.

Bemerkenswert: Rund 80 Prozent davon sind weiblich.

Welcher Content?

  • Bilder, Fotos
  • Grafiken

Tipps für Content-Erstellung

  • Das Hauptaugenmerk für einen guten Post, bzw. „Pin“ liegt auf Inhalt und Qualität der Fotos und Grafiken (als Beispiel das Unternehmen Audible).
  • Bilder mit menschlichen Gesichtern werden zu 23 Prozent weniger geteilt.
  • Bilder mit auffälligen Farben wie rot, dunkelgrün oder pink werden drei mal mehr geliked und weitergepinnt.
  • Vertikale Bilder schneiden besser ab als horizontale.
  • Zwei bis drei Keywords in die Bildbeschreibung des Pin einfügen.

Spezielle Vorteile

Pinterest ist vor allem für Unternehmen interessant, bei denen die Optik der Produkte oder Dienstleistung eine wichtige Rolle spielt, wie z.B. Mode- , Möbel-  und kulinarische Unternehmen.

Der Post kann zur Reichweitenerhöhung sehr gut in anderen Netzwerken, wie z.B. Facebook oder Twitter geteilt oder auch im Firmen-Newsletter versandt werden.

Herausforderung

Aktuell ist es bei Pinterest noch nicht so leicht möglich, ein übersichtliches Controlling der Pins, Klicks, Views, Kommentare zu erhalten.

Als Hilfestellung können die eigenen Pins mit Tracking-Codes versehen oder Google-Analytics eingebaut werden, was jedoch mit manuellem Aufwand verbunden ist.

Facebook

Über das Netzwerk

Facebook_Logo

Facebook ist das wohl bekannteste soziale Netzwerk mit weltweit 1,3 Milliarden Nutzern. Facebook, wie auch Google+, sind ideale Plattformen für die Verbreitung von Inhalten sowie zur Kommunikation mit (potenziellen) Kunden und Multiplikatoren.

Welcher Content?

  • Textbeiträge
  • Fotos
  • Videos
  • Links

Tipps für Content-Erstellung

Wichtige Fragen für die Erstellung eines Posts:

1. Geht es um positive, inspirierende und motivierende Themen?

2. Was ist der Nutzen für den Leser?

3. Wann erreicht man Zielgruppe/Buyer Persona am besten? Wann sind sie online?

Tipps:

  • Maximal drei bis vier wichtige Keywords mit #Hashtag am Ende des Posts angeben.
  • Links auch am Ende des Posts platzieren.
  • Fans und Follower zum Kommentieren, Liken und Teilen aufrufen.
  • Idealer Zeitpunkt für Posts: eher früh am morgen oder nachmittags.

Spezielle Vorteile

Die hier veröffentlichten Inhalte haben mehr Beständigkeit als z.B. auf Twitter.

Unternehmensprofile auf Facebook oder Google+ werden von einigen Interessenten oder Kunden wie eine eigene Website wahrgenommen und genutzt.

Aufgrund dieses Nutzungsverhaltens ist eine geringere Veröffentlichungsfrequenz zu empfehlen als beispielsweise auf Twitter.

Herausforderung

Eine schnelle (unter 24 Stunden), verständnisvolle Reaktion auf die Aktivitäten der Fans und Follower auf der Unternehmensseite zu zeigen, ist sehr wichtig, weil sie sich sonst unter Umständen verselbstständigen und ungewünschte Ergebnisse hervorbringen können.

Google+

Über das Netzwerk

Google-Plus-LogoDas soziale Netzwerk von Google hat 540 Millionen aktive Nutzer pro Monat. Im Gegensatz zu Facebook ist Google+ bisher komplett werbefrei.

Es ist eine ideale Plattform für die Verbreitung von Inhalten sowie zur Kommunikation mit (potenziellen) Kunden und Multiplikatoren. Aktuell hat Google+ zwar noch eine vergleichsweise geringe Reichweite, aber dafür eine höhere Qualität der Kontakte, da im Netzwerk viele Branchenpartner und Medienvertreter aktiv sind. 

vgl. dazu: "Was unterscheidet Google+ von Facebook"

Welcher Content?

  • Aktuelle Informationen und News sind passender Content, um zu zeigen das das eigene Unternehmen am Zahn der Zeit ist.
  • Bilder und Videos ziehen Aufmerksamkeit auf sich und heben sich von der Menge ab.
  • Lehrreiche Inhalte
  • SlideShares 
  • Hangouts (Videochatkonferenz) als integriertes Tool im Videobereich.

Tipps für Content-Erstellung

  • kurz und knackig formulierte Texte
  • Reichweite von Posts durch #Hashtags für Key Trends erhöhen
  • Links am Ende vom Post platzieren.
  • Call-to-action für die User einbauen, z.B. in einer Aufforderung zum Kommentieren oder Teilen.
  • Post öffentlich machen und interessierte Personen oder Multiplikatoren/Influencer hinzufügen.
  • Visuelle Inhalte sind auf Google+ beliebter als Textbeiträge.

Als Unternehmensbeispiel finden Sie hier wie das Unternehmen „Wer liefert was“ sich erfolgreich via Google+ präsentiert.

Spezielle Vorteile

In den Communities besteht durch die noch geringe Anzahl an Usern die Chance, schneller wichtige Kontakte zu knüpfen.

Die Inhalte von Google+-Seiten werden von der Google Suchmaschine besser gefunden und dadurch bevorzugt im Ranking der Suchergebnisse behandelt.

Herausforderung

Die breite Masse der Online-Nutzer hat den Mehrwert von Google+ noch nicht wirklich für sich erkannt, weshalb die Reichweite für Content-Marketing über diesen Kanal begrenzt ist, bzw. aus einer engen Zielgruppe besteht.

Auch die Aktivität der User ist überschaubar. Die aktuelle Zeit pro Monat die von den Nutzern im Durchschnitt bei Google+ verbracht wird beträgt 7 Minuten. Das sollte bei der Planung der Content-Strategie bedacht werden und beispielsweise Inhalte gezielt in bestimmten Kreisen geteilt werden.

Zum Abschluss noch eine Orientierungshilfe für die inhaltliche Gestaltung Ihrer Veröffentlichungen, die 80/20-Regel. 80 % des Contents sollte interessant und hilfreich für die Leser sein, 20 % darf werblichen Charakter haben.

Im Teil 2 des Content-Guides erfahren Sie, wie Sie Twitter, XING & LinkedIn, Instagram und Tumblr optimal für Ihre Content-Strategie nutzen.

In 5 Schritten zur erfolgreichen Social Media Strategie - kostenloses Webinar 

Veröffentlicht am 01.10.2014 und zuletzt aktualisiert am 05.04.2017

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