Social Media Marketing: Welcher Content für welchen Kanal? Teil 2

Dieser Blogpost ist Teil 8 unsererer Serie Social Media Marketing für Einsteiger

Im Teil 1 des Content-Guides haben wir Ihnen präsentiert, wie Sie YouTube, Pinterest, Facebook und Google+ am besten als Verbreitungswege für Ihren Content einsetzen.

Heute stellen wir Ihnen Twitter, Xing, LinkedIn, Instagram und tumblr sowie deren Möglichkeiten für Ihre Content-Strategie näher vor.

Twitter

twitter-logo

Über das Netzwerk

Twitter ist ein soziales Netzwerk, welches mit einem Nachrichtenticker für ein netzaffines Publikum vergleichbar ist. 271 Millionen aktive User nutzen Twitter monatlich.

Welcher Content?

  • „Tweets", bestehend aus maximal 140 Zeichen
  • Aktuellen Neuigkeiten
  • Verlinkungen auf Artikel aus dem eigenen Unternehmensblog
  • Unternehmens- und Produktneuigkeiten
  • Veranstaltungen
  • Zahlen und Fakten zu relevanten Themen
  • Fragen ans Netzwerk
  • Fotos
  • Links
  • Videos
  • Interessante Tweets von anderen Nutzern teilen

Tipps für Content-Erstellung

  • Maximal drei bis vier wichtige Keywords im Text oder als #Hashtag am Ende einfügen
  • Ca. 20 von den 140 Zeichen freilassen, damit die Follower beim Retweeten noch Platz für eigene Worte haben
  • Beteiligte Personen, Fachleute und Multiplikatoren direkt mit einem @ ansprechen und in den Tweet einbeziehen
  • Posts von anderen retweeten, um Followern sinnvollen Content zu bieten und sich zu vernetzen
  • Idealer Zeitpunkt für Posts: Eher früher am Tag und mehrmals täglich twittern

Spezielle Vorteile

Es gibt bei Twitter zwei Gruppen an Kontakten: Kunden, bzw. potenzielle Kunden und Multiplikatoren, beispielsweise Experten im jeweiligen Markt, der Branche oder Themengebiet.

Spannender Content spricht im Idealfall auch Multiplikatoren unter Ihren Followern an, die Ihre Inhalte wiederum retweeten und damit den Kreis der Interessenten und potenziellen Follower erweitern.

Twitter ermöglicht eine sehr schnelle Verbreitung von Inhalten, z.B. bei kurzfristigen Informationen wie Veranstaltungen, Neuigkeiten, Details zu Produktneueinführungen.

Als Unternehmens-Beispiel nutzt Germanwings Twitter sehr aktiv um Markenbekanntheit und Markenbindung zu erhöhen.

Herausforderung

Die Aktualität von Tweets liegt nur bei wenigen Minuten, weshalb eine hohe Frequenz an Tweets ratsam ist. Dabei ist es auch in Ordnung den gleichen Tweet mehrmals zu veröffentlichen.

XING & LinkedIn

Über die Netzwerke

XING_Logo

Im Gegensatz zu Facebook und Co. sind XING und LinkedIn reine Business-Netzwerke.

Hier werden eine stärkere Vernetzung mit der genauen Zielgruppe, bzw. den relevanten Business-Kontakten und damit auch eine geringere Reichweite als beispielsweise bei Facebook erreicht.

XING verzeichnet aktuell 7,6 Millionen Nutzer und LinkedIn als weltweites Netzwerk 300 Millionen aktive Accounts.

Welcher Content?

Logo von LinkedIn
  • Blogbeiträge
  • Gehaltvoller Content zu branchenspezifischen Themen
  • Einträge in Foren relevanter Gruppen
  • Erstellung von Events
  • Informationen (Ausblick, Rückblick) zu Events
  • SlideShares 
  • Links (z.B. zu fachspezifischen Videos)

Tipps für Content-Erstellung

  • Um eine möglichst hohe Reichweite und Glaubwürdigkeit zu erzielen, empfiehlt es sich, interessanten Content am besten auch von Mitarbeitern teilen lassen, anstatt nur über den Unternehmens-Account; wichtige Voraussetzung hierfür ist, dass die Mitarbeiter mit vielen relevanten Kontakten vernetzt sind
  • Idealer Zeitpunkt für Posts: morgens vor 8 Uhr und ab 18 Uhr, jeweils am Dienstag und Donnerstag

Spezielle Vorteile

Ein wesentlicher Bestandteil dieser beiden Portale sind Jobbörsen, weshalb sie sich auch sehr gut als Recruiting-Kanal und für Personalmarketing eignen.

Die jeweiligen Expertengruppen bieten die Möglichkeit, aktiv mit Experten und wichtigen Branchenkontakten ins Gespräch einzusteigen.

Herausforderung

Gerade als Business-Netzwerke stellen XING und LinkedIn eine hohe Anforderung an die professionelle Aufbereitung des Unternehmensprofils und die Profile der Mitarbeiter.

Die Investition in eine hohe Qualität und ein ansprechendes Layout der Profile ist zunächst ein erhöhter Aufwand.

Die Mühe eines professionellen Außenauftritts lohnt sich jedoch und wird von den Kontakten und potenziellen Kunden mit erhöhter Aufmerksamkeit und Vertrauen entschädigt.

Beispiel: das Unternehmensprofil von Continental bei XING.

Instagram

instagram-logo

Über das Netzwerk

Die kostenlose Foto- und Video-Sharing App Instagram ist ein Netzwerk, das den Fokus auf visuelle Inhalte legt.

Aktuell sind monatlich 200 Millionen User aktiv. Mittlerweile zählen 23 Prozent der Jugendlichen Instagram zu ihrem favorisierten Social Media Netzwerk.

Welcher Content?

  • Fotos
  • Bilder

Tipps für Content-Erstellung

  • Interessante, ansprechende oder spannende Fotos posten; keine reinen Produktfotos zur Selbstvermarktung
  • Das Einfügen von #Hashtags verhilft den Bildern zu mehr Aufmerksamkeit
  • Werden die Bilder kreativ, individuell und auffallend beschrieben, zieht das Follower an und fördert die Diskussion bzw. Kommunikation mit Kontakten

Spezielle Vorteile

Der Erfolg einer Marketing-Kampagne lässt sich bei Instagram mit Hilfe von Hashtag-Tracking und den richtigen Analyse-Tools gut messen.

Instagram ist vor allem für Unternehmen interessant, bei denen die Optik der Produkte oder Dienstleistung eine wichtige Rolle spielt, wie z.B. Mode-, Möbel- und kulinarische Unternehmen.

Aber auch Unternehmen, wie beispielsweise General Electric nutzen Instagramm erfolgreich als Teil ihrer Content-Strategie.

Herausforderung

Instagram ist ein soziales Netzwerk, welches davon lebt, mit anderen in Interaktion zu treten. Wenn Sie Instagram als Content-Kanal einsetzen möchten, planen Sie genug Zeit und Aufmerksamkeit ein, um die dortigen Kontakte zu pflegen indem Sie andere Posts werthaltig kommentieren und teilen.

Tumblr

Über das Netzwerk

tumblr_logo

Tumblr ist eine kreative Blogging-Plattform mit aktuell 195 Millionen Blogs und 199 Millionen Besuchern pro Monat.

Welcher Content?

Nutzer teilen über ihre:
  • Blogs
  • Texte
  • Bilder
  • Zitate
  • Videos
  • Infografiken
  • Links
  • Audiodateien

Tipps für Content-Erstellung

  • Fokus auf die überschaubare und visuelle Aufbereitung von Inhalten legen
  • Einfach zu konsumierender, visueller und animierter Content (z.B. GIFs, Video oder Audio) funktioniert bei Tumblr am besten
  • Kreative Aufbereitung der Inhalte
  • Über Facebook, Twitter und Google+ können neue Tumblr-Inhalte weiter geteilt werden

Spezielle Vorteile

Durch eine Fokussierung auf aktuelle Nachrichten und Veranstaltungen des eigenen Unternehmens, die andere User womöglich für spannend befinden, kann Tumblr eine Präsentationsplattform für „Hinter den Kulissen“-Informationen des Unternehmens sein.

Ein Beispiel hierfür ist der Blog von IBM auf Tumblr.

Herausforderung

Tumblr wird als Content-Kanal nicht zufriedenstellend funktionieren, wenn es lediglich eine Erweiterung des Unternehmensblogs ist. Es benötigt seinen eigenen Fokus mit leicht zu konsumierenden, visuellen Inhalten.

Über den Tumblr-Blog kann bei individueller Gestaltung und Pflege sowie Platzierung von informativem Content eine verstärkte Markenbildung und Kundenbindung in der gewünschten Zielgruppe erreicht werden.

Letzte Tipps zum Abschluss der Übersicht zu den Social Media-Netzwerken als Content-Kanal:

  • Suchen Sie sich angelehnt an Ihre Content-Strategie und internen Ressourcen ein bis drei Netzwerke heraus und starten Sie!
  • Probieren Sie verschiedene Inhalte, Postings aus, überprüfen Sie die Reaktionen Ihrer Zielgruppen und verfeinern Sie Ihre Strategie
  • Vor allem: Haben Sie Geduld – bis Sie Ihre Reichweite im Netzwerk erhöht und Ihren Posting-Stil gefunden haben, dauert es seine Zeit
  • Profitieren Sie auf dem Weg zur „perfekten Strategie“ durch die Kommunikation und Interaktion mit Ihren Kontakten und lernen Sie mit Freude dazu!

Zum Abschluss unserer Serie "Social Media Marketing für Einsteiger" stellen wir Ihnen im letzten Teil vor, wie Ihnen auch noch der YouTube Einstieg gelangt.

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Veröffentlicht am 02.10.2014 und zuletzt aktualisiert am 06.02.2017

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