Social Media News April 2018

Social Media News April 2018Facebook plant Datenschutz-Änderung beim Custom Audience Upload | Facebook Local – neue App für Restaurants, Bars und Events startet in Deutschland | Instagram Story Ads werden ab sofort automatisch erstellt | Instagram-Posts lassen sich erstmals direkt über Drittanbieter vorausplanen und veröffentlichen

Facebook plant Datenschutz-Änderungen beim Custom Audience Upload

Im Zuge des jüngsten Skandals gibt es bei Facebook jetzt das erwartete Update in Sachen Datenschutz. Ab Ende Mai können im Targeting keine Partnerkategorien mehr genutzt werden. Auch die Regelungen bezüglich der Custom Audiences aus Dateiuploads sollen verschärft werden.

Facebook startete seine Custom Audiences im Jahr 2012. Dadurch konnten Unternehmen Listen ihrer Kunden mit E-Mail-Adressen oder Telefonnummern hochladen. So konnten  Werbetreibende bestimmte Personen statt eine breite Gruppe ansprechen.

Via Matching Verfahren werden die hochgeladenen Daten – etwa Name oder E-Mail-Adresse – mit dem dazugehörigen Facebook-Account verglichen.

Custom Audiences entwickelte sich schnell zu einer der mächtigsten Werbeoptionen von Facebook. Grund: Unternehmen konnten bestehende Kunden leicht erreichen, um Wiederholungsverkäufe zu steigern.

Problematische Vorgehensweise

Das hier auftretende Datenschutz-Problem liegt auf der Hand: Der Social-Media-Riese überprüft nicht, ob die jeweiligen Werbetreibenden das Einverständnis der Kunden zur Weitergabe ihrer persönlicher Daten an Facebook erhalten haben. Um den geforderten Datenschutz zu gewährleisten ist dieses Einverständnis jedoch zwingend erforderlich. Und das von jeder einzelnen betroffenen Person. Das gilt übrigens nicht erst mit der am 25. Mai 2018 in Kraft tretenden Datenschutz Grundverordnung, kurz DSGVO

Zwar ist natürlich in erster Linie der Werbetreibende selbst für die Einhaltung der Datenschutzrichtlinien verantwortlich – dennoch bekommt Facebook Schwierigkeiten, wenn über das Werbeanzeigen-Tool Personen angesprochen werden, die kein Einverständnis dazu gegeben haben.

Wie wir aufgrund unserer Erfahrungen im Inbound-Marketing wissen, ist das Ganze mit dem Verfahren beim Versenden von E-Mails und Newslettern vergleichbar. Auch hier ist der Anbieter des Newsletters mitverantwortlich, wenn Zielgruppen angeschrieben werden, die nicht ihr Einverständnis gegeben haben. Dafür wurde (in Deutschland) das  Double Opt-In Verfahren verpflichtend eingeführtUnd haargenau so sieht es im Fall Facebook aus. 

Die “Lösung”

Techcrunch zufolge arbeitet Facebook gerade an einer Lösung des Problems – an der Entwicklung eines “Permission Tools”.  Also an einem bestimmten Serviceprogramm, bei dem die Werbetreibenden bei einem Upload personenbezogener Daten zusätzlich bestätigen, dass sie alle benötigten Rechte haben, Facebook diese Daten zur Verfügung zu stellen.
Wir verfolgen das Geschehen...

Facebook Local – neue App für Restaurants, Bars und Events startet in Deutschland

Facebook App, der Messenger und jetzt noch eine: eine eigene App, die alles Lokale vereint: Facebook Local.

Komplett unbekannt ist die App aber nicht: Facebook Local ist im Prinzip die alte Facebook Event-App neu aufgesetzt und umbenannt – allerdings entsteht hier ein echter potenzieller Konkurrent für lokale Event- und Business-Listing-Dienste wie Yelp.

Der Social-Networking-Gigant vereint in seiner App Informationen über Veranstaltungen, lokale Unternehmen und Orte, an denen Facebook-Freunde eingecheckt haben. Es gibt die Möglichkeit durch Listen von lokalen Bars zu stöbern, die Bewertungen der lokalen Restaurants überprüfen, nach lokalen Geschäften zu suchen und zu sehen, was Freunde in der Nähe vorhaben.

 

Facebook Local App

 ©Facebook

Instagram Story Ads werden ab sofort automatisch erstellt

Anzeigen auf Instagram Storys zu schalten, war bisher recht mühsam, weil hierfür gesondertes Material erstellt werden musste. Damit es für Unternehmen einfacher wird, Anzeigen zu schalten, bietet Instagram jetzt ein automatischen Tool an, mit dem normale Anzeigen automatisch auch als Story-Ads zur Verfügung stehen.

Für Story-Ads optimiert, sieht das Ganze dann am Beispiel von boss so aus:

Instagram Story Ads

©Instagram

Die geschaltete Anzeige wird dem Aussehen nach als Grundlage genommen, ein entsprechender Hintergrund dafür gesucht und der Text unter dem Bild positioniert. Einmal nach oben “geswiped” und der passende Link zum Angebot steht zur Verfügung.

Story Ads Limitations

©Instagram

Für das automatisierte erstellen der Story-Ads gibt es allerdings (noch) einige Vorgaben, die Instagram übersichtlich gelistet hat. Hier fällt auf, dass vor allem die Gestaltungsmöglichkeiten sehr limitiert sind – es gibt nur einen Text-Style und auch das Hintergrundbild kann nicht manuell eingestellt werden.

Instagram-Posts lassen sich erstmals direkt über Drittanbieter vorausplanen und veröffentlichen

Nutzer von populären “Social Media Planungautomationen” wie Buffer wurden kürzlich mit dieser Nachricht begrüßt: Während früher viele Tools von Drittanbietern in Instagram integriert werden konnten und es Ihnen ermöglichten, ein bestimmtes Foto zu einem bestimmten Zeitpunkt zu planen, hatte Instagram diesen Tools nie erlaubt, den Beitrag tatsächlich zu veröffentlichen. Nun lässt Instagram erstmals auch über Drittanbieter nicht nur vorausplanen, sondern auch veröffentlich. 

Kleiner Wermutstropfen: Das Ganze gilt nur für Posts mit Einzelbildern, die sich auf einem bestätigten Instagram-Geschäftsprofil befinden. Für Diashows, Videos und persönliche Profile bleibt also alles beim Alten.

Twitter greift bei “over-tweeting” durch.

Twitter erlaubt nicht mehr, doppelte Inhalte zu posten – entweder öfter als einmal auf demselben Konto oder durch den Missbrauch mehrerer Konten. Seit der offiziellen Ankündigung von Twitter haben auch mehrere Scheduling-Tools (wie Dlvr.it) Änderungen angekündigt, die Benutzer, die mehr als einen Twitter-Account verwalten, daran hindern, den gleichen (oder ähnlichen) Inhalt auf mehr als einem Profil zu veröffentlichen.

Hier eine kurze Liste zur Übersicht, was in Zukunft auf Twitter nicht mehr erlaubt ist:

  • Buchung des gleichen oder eines ähnlichen Inhalts über verschiedener Konten hinweg, sei es manuell oder mit Hilfe der Planungsautomation. (Betrachten Sie Ihre RSS-Feeds, Wetterwarnungen und automatischen Tweeted Blog-Einträge. Sie können dieses Setup weiterhin verwenden, aber nur mit einem Konto.)
  • Automatisierte Ausführung von Aktionen wie Likes oder Retweets mit mehreren Accounts
  • Den gleichen Inhalt (auch "Recycling" genannt) auf einem einzigen Twitter-Account posten. 

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Veröffentlicht am 01.05.2018 und zuletzt aktualisiert am 02.05.2018