Social Media News Juli 2015

Social_Media_News_Juli_2015_Facebook_WordPress_Xing_YouTube_VideosBGH erlaubt Einbinden fremder Internetvideos | Facebook Ads werden günstiger | Redesign bei XING | WordPress 4.3 Beta 1: Neue Features und mehr Sicherheit | Patentantrag von Apple in der Kritik

BGH erlaubt Einbinden fremder Internetvideos

Bereits im vergangenen Jahr hat der Europäische Gerichtshof geurteilt, dass das Einbinden fremder Videos auf der eigenen Homepage nicht zwangsläufig gegen das Urheberrecht verstoße.

Der Bundesgerichtshof schließt sich diesem Urteil nun an, allerdings mit einer Einschränkung:
Der Rechteinhaber des Videos muss dieses selbst bei YouTube hochgeladen haben. Mit dem Hochladen macht er seine Inhalte für alle Internetnutzer zugänglich und nutzbar. Auch das Framing ist damit erlaubt.

Vorsicht ist aber dennoch weiterhin geboten: Fremde Videoinhalte sollten auf der eigenen Homepage nur eingebunden werden, wenn sichergestellt ist, dass auch tatsächlich der Rechteinhaber sie bei YouTube oder anderen Plattformen hochgeladen hat. Wie das konkret gehen soll bleibt fraglich. Dazu müsste man stets genau wissen, wer denn nun im Einzelfall die Urheberrechte für das Video besitzt. Und wie sieht es bei Inhalten mit Musik aus? Müsste da nicht jeweils der Rechteinhaber der Musik- und der Bildanteile der weiteren Nutzung zustimmen? Es bleibt kompliziert!

Facebook Ads werden günstiger

Agile Marketing-Spezialist Kenshoo hat einen Bericht über die Preisentwicklung bei Werbung auf Facebook veröffentlicht. Das Ergebnis: Im zweiten Quartal 2015 sind die Preise im Vergleich zum Jahresbeginn um 12% gesunken. Im Vorjahresvergleich ist der Cost-per-Click-Preis um 7% günstiger.

Weiteres Ergebnis des Berichts: Während die Zahl der Klicks weiterhin rasant steigt (+129% im Jahresvergleich) geht die Zahl der Views deutlich zurück (-64%).

Im Digital Marketing Snapshot Q2 2015 können Sie weitere aktuelle Kennzahlen rund um Social Advertising und Search Advertising nachlesen.

Redesign bei XING

Haben Sie sich in den letzten Tagen bei XING eingeloggt und erstmal gestutzt, weil alles so anders aussah? Dann gehören Sie zur Testgruppe, der schon vorab die neue, verbesserte Menüführung zur Verfügung gestellt wurde.

Die Navigationsleiste befindet sich dabei nicht mehr horizontal am oberen Rand sondern vertikal auf der linken Seite.. Die einzelnen Menüpunkte werden nicht mehr nur als (teils eher kryptische) Icons dargestellt sondern mit "Meine Kontakte", "Meine Nachrichten", etc. beschriftet. Die Navigation soll so direkter und bedienerfreundlicher werden.

Spannend wird es am unteren Ende der neuen Navigationsleiste. Dort tauchen zwei völlig neue Menüpunkte auf: „Weitere Services“ leitet direkt zu den Arbeitgeberbewertungsplattformen kununu, lebenslauf.com, jobbörse.com und dem Themenportal XING spielraum weiter. Und unter "Für Unternehmen" werden alle Tools für Arbeitgeber und Unternehmen (XING Events, XING E-Recruiting und Werben auf XING) übersichtlich gebündelt.

WordPress 4.3 Beta 1: Neue Features und mehr Sicherheit

Auch bei WordPress gab es im Juli ein Update. Die neue Beta-Version bietet nun die Möglichkeit, direkt im Customizer das eigene Logo hochzuladen. Dadurch werden automatisch ein Favicon und ein App-Icon erstellt, ein zusätzliches Plugin dazu ist also nicht mehr nötig.

Zudem wurden Fehler in der Box für die Veröffentlichung eines Beitrags in der Bearbeitungsansicht und andere Bugs behoben.

Darüber hinaus gab es ein Sicherheits-Release. Ältere WordPress-Versionen sind von einer kritischen Cross-Site-Scripting-Lücke betroffen. Sollte Ihr Blog also über WordPress 4.2.2 oder eine frühere Version laufen, ist ein umgehendes Update angebracht!

Patentantrag von Apple in der Kritik

Für viel Wirbel sorgte in der vergangenen Woche ein Patentantrag, den Apple bereits im März gestellt hat. Inhalt des Antrags: Eine Software, die ausgehend vom Kontostand der User die ihnen angezeigte Werbung auswählt.

Sprich: Die Nutzer bekommen nur noch Werbung für Produkte angezeigt, die sie sich auch wirklich leisten können.

Die Empörung schlug große Wellen, so sprach beispielsweise die ZEIT vom "vielleicht gruseligsten Patent, das Apple jemals beantragt hat".

Zugegeben: Die Vorstellung, dass Apple permanent auf meine Kreditkarten- oder Bankkontodaten zugreifen kann, ist erstmal erschreckend.

Aber: Zunächst einmal ist handelt es sich nur um einen Patentantrag. Und sollte das Patent tatsächlich bewilligt werden, heißt das noch nicht, dass Apple es auch tatsächlich umsetzt. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Patent beantragt wird, nur um zu verhindern, dass die Konkurrenz das Thema aufgreift.

Und schließlich: Sollte es trotz der ganzen "Wenns" und "Abers" tatsächlich zu einer solchen Software kommen, dürfte die Umsetzung allein aus rechtlichen Gründen in einer datenschutzfreundlichen Opt-in-Lösung, also nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Benutzer, erfolgen.

Der Skandal taugt bei näherer Betrachtung so nicht mal mehr zum Skandälchen. Schließlich darf man sich als begeisterter Nutzer der Vorteile der digitalen Welt nicht über den ein oder anderen Nachteil beschweren.

Ich für meinen Teil bin jedenfalls immer einigermaßen konsterniert, wenn sich wieder mal jemand via Facebook (am besten vom iPhone mit der Facebook-App gepostet) darüber aufregt, dass wir inzwischen alle gläserne Menschen geworden sind!

Social Selling Webinar

Veröffentlicht am 30.07.2015 und zuletzt aktualisiert am 15.09.2017

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