Social Media News Recap August 2017

social-media-news-recap-august-2017.jpgÄnderung der Link-Vorschau bei Facebook nicht mehr möglich – oder doch? | LinkedIn Video | Mehr Transparenz bei Paid Posts auf Instagram | Twitter testet Flatrate für Promoted Tweets 

 

Änderung der Link-Vorschau bei Facebook nicht mehr möglich – oder doch?

Erster Recap im August: Fake-News auf Facebook sind weit verbreitet –  auch im aktuellen Bundestagswahlkampf sind auf der Plattform schon etliche mal mehr, mal weniger hanebüchene Falschmeldungen verbreitet worden.

Eines der größten Übel dabei: Manipulierte Link- und Bilder-Vorschauen, die die User in die Irre führen. Durch den Austausch des Vorschaubildes und/oder des -textes wurde so manch harmloser Artikel zur vermeintlichen Sensation. Diese Methode wurde nicht nur für Clickbait missbraucht, sondern auch, um fragwürdige, extreme Meinungen zu verbreiten. So wurden beispielsweise Politikern falsche Zitate zugeschrieben, die reichlich Empörung auslösten. 

Facebook will dem Ganzen nun einen Riegel vorschieben und lässt eine Veränderung der Metadaten eines geteilten Links (also z.B. Bild und Überschrift) nicht mehr zu.

So wurde es zumindest von Facebook angekündigt und wird es auch von vielen Seiten verbreitet. Zur visuellen Unterstützung dieser Nachricht wollte auch ich nun Screenshots schießen, um zu zeigen, dass es eben nicht mehr möglich ist, beispielsweise bei einem Link zu VW ein alternatives Vorschaubild einzufügen, ganz so, wie es allfacebook.de hier zeigt.

Das Problem: Ich kann das Bild durchaus noch ändern und den Link zur VW-Seite mit dem BMW-Logo illustrieren:

Facebook Bildervorschau manipulieren

Es geht sogar noch weiter: Wenn ich auf unsere eigene Seite www.hoppe7.de verlinke, kann ich sowohl alternative Bilder hochladen als auch den Link-Text verändern – ohne Umwege über mehr oder weniger komplizierte Workarounds und auch ohne eingetragene Link-Ownership für Medienunternehmen.

Facebook Link-Vorschau manipulieren

Wieso, weshalb, warum? Ich weiß es nicht, versuche aber, das herauszufinden und werde hier selbstveständlich ein Update liefern!

LinkedIn Video

Auch LinkedIn hat nun die Zeichen der Zeit erkannt und setzt auf Video: Nachdem in der Vergangenheit bereits verschiedene Testphasen für Bewegtbild-Inhalte in verschiedenen Bereichen liefen, gibt es nun überall die Option, Videos hochzuladen und zu teilen.

Die LinkedIn-App ist jetzt mit einem Video-Button ausgestattet, über den man neue Videos filmen oder auch gespeicherte Videos hochladen kann. Die einzige Einschränkung: Die Filme dürfen eine Maximallänge von 10 Minuten nicht überschreiten.

Spannend dabei: Über die Audience-Insights kann man sich KPIs wie Reichweite, Interaktion und Location anzeigen lassen und so die Performance der eigenen Videos auswerten. 

Aktuell befindet sich die neue Funktion noch im Roll-out, sollte aber innerhalb der nächsten Wochen für alle Nutzer der LinkedIn-App verfügbar sein. Auch an einer Desktop-Version des Features wird bereits gearbeitet. 

Mehr Transparenz bei Paid Posts auf Instagram

Influencer Marketing wird immer wieder als intransparente Schleichwerbung geschmäht, auch, weil es leider allzuoft an einer einheitlichen und eindeutigen Kennzeichnung der entsprechenden Posts mangelt. Dies liegt meist an einer Unwissenheit der Beitragersteller darüber, wie eine solche Kennzeichnung eines Posts als "paid" denn aussehen sollte (obwohl es dazu für Facebook, und somit auch für Instagram, seit Ende März eindeutige Richtlinien für Markeninhalte gibt).

Instagram macht es Marken und Influencern nun leicht und führt, nach mehrmonatiger Testphase, flächendeckend ein Tool zur Beitragsmarkierung von Paid Posts ein.

So sieht das Ganze dann in der Timeline bzw. den Instagram Stories aus:

Kennzeichnung von Paid Posts bei Instagram

© Instagram

Das Tool wird von den Erstellern/Influencern ganz einfach über die erweiterten Einstellungen (bei Feed-Beiträgen) bzw. den Link-Button (bei Stories) aktiviert. Die Geschäftspartner/die sponsorenden Unternehmen werden, sobald der Post live geht, über Instagram und auch über Facebook darüber informiert und können dann Statistiken zu Reichweite und Interaktion auswerten.  Eine detaillierte Anweisung zu dem neuen Tool findet sich auf dem Instagram Business Blog.

Twitter testet Flatrate für Promoted Tweets

Twitter testet gerade eine neues Anzeigenformat, dass sich speziell an kleinere Unternehmen oder Selbstständige richten dürfte: Eine 99$-Ad-Flat-Rate. Sprich: Für einen Fixpreis werden Tweets automatisiert als Anzeigen an relevante Zielgruppen ausgespielt. 

Der Haken an der Sache: Man kann sich nicht aussuchen, welche Tweets auf diese Art verbreitet werden. Tester berichten, dass immer nur die ersten zehn Tweets täglich promotet werden.

Apropos Tester: Eigentlich wurden nur User zu dem neuen Kampagnenformat eingeladen, die in der Vergangenheit bereits Anzeigen bei Twitter geschaltet haben. Der Link verbreitete sich aber natürlich ziemlich schnell. Probieren Sie die Flatrate doch selbst einmal, wenn Sie wollen, die ersten 30 Tage sind umsonst!

Social Selling Webinar

Veröffentlicht am 31.08.2017 und zuletzt aktualisiert am 19.09.2017

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