Social Media Tools: Kennen Sie eigentlich TweetDeck ?

Twitter ist aus der Welt des Social Media nicht mehr wegzudenken. Vielleicht zwitschern Sie ja schon begeistert selbst. Aber finden Sie nicht auch, dass die Twitter-Seite furchtbar unübersichtlich ist? Wenn es Ihnen genau so geht wie mir, ist TweetDeck ein sinnvolles Tool für Sie.

Social-Media-ToolsDer Desktop-Twitter-Client ist bei Usern besonders beliebt, weil er das Hinzufügen von zusätzlichen Spalten ermöglicht.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Twitter, Facebook und weitere Social-Media-Accounts zu verwalten und zu synchronisieren.

Auch die Nutzung mehrerer Twitter-Accounts ist denkbar. Das ist besonders sinnvoll, wenn Sie mehrmals auf Twitter vertreten sind – privat und beruflich. TweetDeck läuft auf allen Windows-Versionen, Mac OS X und Linux.

Adobe AIR wird dabei vorausgesetzt. Der Dienst ist kostenlos verfügbar und einloggen können Sie sich mit Ihrem Twitteraccount. Wenn Sie noch keinen eigenen Account haben, finden Sie im Artikel "Twitter für Einsteiger" eine kurze Einführung.

Übersichtlichkeit durch Spalten

Ich finde Twitter generell leider recht unübersichtlich – geht es Ihnen da etwa anders? Wenn ich die Seite öffne, sehe ich zunächst ein Gewirr aus kryptischen Nachrichten von Menschen, die ich überhaupt nicht kenne.

TweetDeck schafft durch weitere Spalten Abhilfe. Sobald Sie sich bei dem Programm angemeldet haben, werden Ihnen zunächst drei Spalten gezeigt: Home (die eigene Timeline), Notification (Infos zu Ihrem Account) und Messages (Direkt-Nachrichten). Diese werden automatisch aktualisiert. Sie können mit einem Klick auf das Plus-Symbol auf der linken Seite beliebig viele weitere Spalten hinzufügen.

Kontakte in Gruppen sortieren

In den Spalten können Sie nun auch Gruppen bilden. Dort entweder alle Kontakte hinzufügen oder eben nur ausgewählte Personen. Ich habe meine Follower in Freunde, Familie und Beruf getrennt und finde, dass meine Gruppen nun wesentlich besser sortiert sind als bei Twitter normalerweise der Fall ist.

Inhalte filtern

Außerdem besteht dank TweetDeck die Möglichkeit bestimmte Inhalte aus der Timeline zu filtern.

Das ist ganz einfach: Klicken sie oben rechts auf das Zahnrad und öffnen Sie die „Settings“.

Dort finden Sie als Unterpunkt „Global Filter“. Wählen Sie jetzt als Filter „Source“ und füllen Sie in das Feld „Using“ die Hashtags, die Sie nicht mehr erhalten wollen. Mich nerven zum Beispiel alle Tweets rund um Trash-TV-Sendungen wie „DSDS“, „Bauer sucht Frau“ oder „Schlag den Raab“. Ich habe daher sämtliche solcher Sendungen ausgeschlossen.

Nur noch „Add filter“ drücken und schon ist Ruhe.

Image verfolgen

Doch TweetDeck hat noch viel mehr zu bieten, neben der Verwaltung der eigen Timeline, den Retweets oder neuen Follower, haben Sie auch die Möglichkeit in der Spalte Mentions mitzuverfolgen, was über Sie oder Ihr Unternehmen getwittert wird. Ideal um das eigene Image zu beobachten und passend darauf zu reagieren. Durchaus sinnvoll als Hintergrundwissen für Ihre Social Media Kampagne, denken Sie nicht auch?

Organisation in Listen

Außerdem besteht die Möglichkeit folgende spezielle Listen aufzubauen:

Activity

Hier können Sie die Beiträge der Personen sehen, denen Sie selbst folgen. Sie sehen, was er twittert, retweetet, favorisiert oder welche neuen Follower er hinzufügt. Das ist besonders sinnvoll, wenn Sie sich auf Ihr Kundengespräch vorbereiten. Nutzen Sie die Chance und erfahren Sie möglichst viel über Ihren Gegenüber.

Scheduled

Auf Twitter können Tweets nur unmittelbar veröffentlicht werden. Das ist natürlich Unsinn, wenn Sie gerade einen Tweet, der sich für einen späteren Zeitpunkt anbieten würde, schreiben. Mit TweetDeck ist das aber kein Problem mehr: Sie können Ihre Veröffentlichungen auf die Minute genau programmieren. Dann ist es auch egal, ob Sie gerade am PC sitzen oder im Funkloch im Zug. TweetDeck postet den Tweet zuverlässig. Sie haben durch Scheduled auch die Möglichkeit vorprogrammierte Beiträge zu bearbeiten und zu löschen.

Search

Sie suchen Tweets zu einem bestimmten Thema? Einfach Hashtag eingeben und TweetDeck durchsucht für Sie alle öffentlichen Tweets mit dem passenden Stichwort. Besonders praktisch: Ihre Suche können Sie als eigene Spalte speichern und so jederzeit wieder darauf zugreifen.

Ich habe für mich festgestellt: Egal wie breit mein Bildschirm ist, TweetDeck füllt die Oberfläche. Inzwischen habe ich sechs individuelle Spalten und das Programm ist optimal auf mich eingerichtet. Ich finde es nicht nur übersichtlicher, sondern auch wirklich praktisch.

Der einzige Nachteil: Immer wieder wird von Hackattacken auf den Client berichtet – zuletzt im Juni 2014.

Nutzen Sie bereits TweetDeck? Gibt es eine Funktion, die Sie besonders sinnvoll finden? Lassen Sie es uns wissen.

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Veröffentlicht am 15.09.2014 und zuletzt aktualisiert am 05.04.2017