Spart Zeit, schafft Mehrwert: Content Recycling

Content_recyclingWer regelmäßig bloggt, baut mit der Zeit einen großen Vorrat an wertvollem Content auf. Es lohnt sich, diesen Vorrat optimal auszuwerten.

Wie das geht? Content Recycling ist das Zauberwort.

Anders als es der Wortlaut vermuten lässt, wird hier aber nicht aus reiner Bequemlichkeit alter Content "aufgewärmt": Das erneute Aufbereiten von vorhandenen Texten durch Aktualisierung, Verwendung in anderen Medienformaten oder die wiederholte Bewerbung über Social Media-Kanäle schafft auch für die Leser echten Mehrwert.

Recycling: Blogposts updaten

Wenn Sie im Netz auf eine aktuelle Diskussion stoßen, zu deren Thema Sie bereits früher einen Blogpost veröffentlicht haben – perfekt! Es gibt kaum einen besseren Anlass, um bereits vorhandenen Posts erneut auf Social Media-Plattformen zu platzieren.

Damit ist aber nicht gemeint, alte Blogbeiträge einfach unverändert als neu zu veröffentlichen. Das könnte sogar kontraproduktiv sein. Findet sich in Ihrem Archiv beispielsweise ein Blogpost, der für ein bestimmtes Keyword sehr gut rankt, sollten Sie ihn nicht löschen und unter neuer URL veröffentlichen. Dadurch würden Sie ja Ihr Keyword-Ranking einbüßen. Außerdem wären dann mögliche Backlinks und Kommentare zum Artikel weg.

Updaten Sie stattdessen lieber den bereits existierenden Artikel und behalten Sie die URL bei. Promoten Sie den Blogpost dann so, wie Sie es auch mit einem neu erschienenen Post tun würden.

Ergänzen Sie den Post dafür um die neuesten Fakten und Entwicklungen zum Thema. Oder Sie zeigen, wie sich Ihre persönliche Haltung zum diskutierten Problem inzwischen gewandelt hat, indem Sie einen Teil des Posts als Eigenzitat wiedergeben. Zu Beginn des Posts sollten Sie dann erklären, dass das Folgende Ihre frühere Sichtweise war.

Im Anschluss an das Zitat können Sie dann Ihren jetzigen Standpunkt darstellen und darauf eingehen, welche Faktoren Sie dazu gebracht haben, Ihre Meinung zu ändern.

Damit tun Sie viel mehr, als nur Content „wiederzuverwerten“: Sie zeigen, dass Sie aktuelle Entwicklungen zu Ihren Themengebieten verfolgen, Argumente von anderer Seite aufnehmen und sich damit auseinandersetzen. So positionieren Sie sich als glaubwürdiger und kompetenter Experte. 

Blogposts neu promoten

Manche Blogposts sind zeitlos aktuell. Wenn Sie beispielsweise 2012 einen Blogpost mit Tipps zur Entfernung von Fettflecken veröffentlicht haben, können Sie davon ausgehen, dass das Thema online immer noch gesucht wird. Solche Veröffentlichungen können Sie ohne erneute Bearbeitung erneut promoten: Weisen Sie über Ihre Social Media-Kanäle darauf hin und verlinken Sie ihn.

Dann profitiert Ihr Post von Ihrer inzwischen gewachsenen Followerzahl und kann noch mehr neue Kommentare, Backlinks, Leads und natürlich Kunden generieren.

Content neu kombinieren

Sie schreiben immer wieder über ein bestimmtes Thema – beispielsweise über Gesprächstechniken in Verkaufsgesprächen? Dann nehmen Sie die betreffenden Blogeinträge und, um mit HubSpot zu sprechen, „machen Sie eine Schleife drumrum“.

Das bedeutet: Fassen Sie beispielsweise die fünf besten Blogposts zu einem Thema in einem E-Book zusammen, das Sie als Premium Angebot zum Download bereitstellen. Dasselbe Prinzip funktioniert übrigens auch umgekehrt. Wenn Sie bereits ein E-Book erstellt haben, aber schnell neuen Inhalt brauchen: Machen Sie doch aus dem Ebook eine Serie von Blogposts. Auch das spart Zeit.

Blogposts in eine neue Form bringen

Wenn Sie etwas Neues lernen wollen, lesen Sie lieber darüber, hören Sie sich einen Podcast an oder wollen Sie ein Video zum Thema sehen? Verschiedene Menschen bevorzugen verschiedene Kanäle, über die sie Informationen aufnehmen. Wenn Sie also einige interessante schriftliche Posts zu einem Thema veröffentlicht haben, überlegen Sie doch einmal, wie Sie diese in anderer Form aufbereiten können.

Sie könnten sie als Podcast aufnehmen oder ein entsprechendes Video erstellen. So können Sie nicht nur bereits vorhandenes Material erneut verwenden, sondern sich auch ein neues Publikum erschließen, das lieber zuhört oder Videos ansieht als zu lesen.

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Veröffentlicht am 25.08.2014 und zuletzt aktualisiert am 11.09.2017

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