Unternehmens-Image: Tipps aus der Content-Marketing-Küche

Unternehmens-Image: Tipps aus der Content-Marketing-KücheIch backe mir ein Image und dazu nehme ich…

… neben einer wertschätzenden, modernen Unternehmenskultur und ein paar anderen Zutaten: Content.

Wer jetzt ein fertiges Rezept erwartet, wie es funktioniert, durch die Bereitstellung von Inhalten ein Unternehmens-Image aufzubauen oder zu verändern, wird enttäuscht werden. Das habe ich nämlich nicht. Wie beim Kochen und Backen gibt es aber einige Do’s und Don’ts (die in diesem Beitrag Thema sind) - und jede Menge Raum für die “eigene Note”.

Tolles Image = Exzellente Verkaufszahlen

So leicht ist das? Ein wenig zu einfach gedacht zwar, aber ganz verkehrt ist der Ansatz nicht, denn überlegen Sie mal: Kaufen Sie nicht auch lieber bei einem Unternehmen ein, das einen guten Ruf hat?

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Denkt man mal genau darüber nach, dämmert einem recht schnell, wie wichtig ein gutes Image ist, für die Bilanz und für die Recrutierung von gutem Personal. Denn Top-Mitarbeiter möchten zu Top-Unternehmen, das versteht sich eigentlich von selbst.

Neben einer positiven Unternehmenskultur (die Mitarbeiter nicht nur nach innen leben, sondern immer ganz automatisch nach außen tragen) kann sich ein positives Image aus mehreren Kanälen speisen: aus bürgerschaftlichem Engagement zum Beispiel, aber eben auch aus regelmäßiger strategischer Bereitstellung von Content.

Der Fidelisbäck macht’s richtig

Ich habe eine zeitlang in Wangen im Allgäu gelebt. Dort gab es (in meinen Augen und in denen vieler anderer) DIE Bäckerei, den Fidelisbäck. Er war immer meine erste Wahl. Zum einen, weil er mit Abstand das beste Laugengebäck hatte und zum anderen, weil… Ja, warum eigentlich?

Neben erstklassigen Teigwaren hat der Fidelisbäck ein exzellentes Image. Und dieses hat er gekonnt durch gutes Content Marketing immer wieder verfestigt.

Egal, ob man auf die Homepage klickt, das Unternehmen auf Facebook besucht oder vor Ort im Ladengeschäft oder der Gaststube ist, es suggeriert drei Dinge: Lebenslust, Tradition und Qualität. Jedes Wort impliziert sie, jedes Bild transportiert sie und jeder Mitarbeiter trägt sie in die Welt hinein.

Wie “geht” Content zum Imageaufbau?

Wie gelingt es nun, mit Content Marketing das Unternehmensimage aufzubauen, zu pflegen, glattzubügeln? Hier gibt es einen wichtigen und richtigen Ratschlag: Schaffen Sie Emotionalität!

Die Firmen, die auf ihrer Homepage lediglich ihre Anschrift und ein paar andere mehr oder minder wichtige Daten versammelt haben, sind eine aussterbende Rasse (eher ist mittlerweile das Gegenteil der Fall). Aber wie dem auch sei: Content existiert ja bei den meisten Firmen bereits. Oft handelt es sich dabei um rein fachliche Informationen - was grundsätzlich gut ist. Aber: Jetzt fehlt noch ein wenig “Eigengeschmack”, also: Bitte diese ab und an mit einem Schuss Persönlichkeit würzen!

Streut man zum Beispiel immer wieder eine kleine Dosis Anekdote ins Gemisch, gibt das ein wunderbares Gesamtensemble - und ist zuckersüßes Naschwerk für die emotionale Basis, die Sie mit Ihrem Content zwischen Ihnen und den Rezipienten schaffen wollen. Natürlich muss es nicht immer nur eine homöopathische Menge an Persönlichem sein, mit dem Sie Ihren Content versehen. Da darf es ruhig ein wenig mehr sein. Ein Artikel über eine witzige Begebenheit im Unternehmen, ein bedeutsames Jubiläum, eine gemeinsame Aktion oder Unternehmung… Bringt man hier gezielt Elemente des Storytellings ein, kann Vieles aus dem normalen Arbeits- und Unternehmensalltag als erstklassige Grundlage für guten, lesenswerten und emotionalen Content dienen.

Eine sehr wirksame Methode ist ein Corporate Blog. So ein Unternehmens-Blog bietet eine ganz vortreffliche Plattform für Content, der nicht nur begeistert, sondern gleichzeitig - und ohne aufdringlich zu sein - Imagebotschaften nach außen sendet.

Wer Emotionen schaffen will, sollte zudem gezielt mit Bildern arbeiten. Auf dem visuellen Weg dringen Gefühle oft schneller und unverfälschter ans Licht.

Nur wer authentisch ist, kann überzeugen

Sie möchten ein Unternehmens-Image aufbauen, das wirklich einschlägt?

Seien Sie "Sie selbst" - etwas anderes nimmt Ihnen sowieso keiner ab. Sowohl Kunden als auch Top-Leute auf dem Arbeitsmarkt riechen den Braten schnell und haben ein sehr gutes Gespür dafür, ob ein falscher Hase auf dem Teller liegt.

Wenn ich Ihnen erzähle, dass meine 85-jährige Oma die besten böhmischen Knödel aller Zeiten macht, würden Sie mir dies vermutlich glauben. Nun stellen Sie sich mal vor, ich sage Ihnen, dass sie den schärfsten Bloody Mary und den leckersten Caipirinha mixt? Irgendwie ist die Vorstellung zwar lustig, ergibt aber kein ganz so stimmiges Bild.

Kleine Anmerkung: Solch ein “schiefes Bild” muss nicht automatisch verkehrt sein (das ist wie mit diesen etwas gewöhnungsbedürftigen Schokoladensorten a la Minze-Holunder und Blaubeer-Lavendel). Auch dies kann zu einem durchschlagenden Erfolg werden, erfordert aber ein Höchstmaß an Kompetenz und Stringenz in der weiteren Ausgestaltung des Imageaufbaus. Sicherer fährt man hier auf jeden Fall nach dem Motto “Schuster bleib bei deinen Leisten”.

Social Networks einbinden

Wenn es um Content Marketing geht, muss man immer auch die sozialen Netzwerke im Visier haben, denn sie bieten eine unerschöpfliche Plattform für Inhalte aller Art. Gerade der etwas “persönlichere” Content zum Imageaufbau eines Unternehmens ist hier in der Regel gut aufgehoben. Das können Fotos von Mitarbeiterfesten sein oder Bilder vom Umbau des Firmengebäudes. Hier kann man öffentlich neue Angestellte begrüßen und alte verabschieden oder den Usern zeigen, was der firmeneigene Weihnachtsmann in seinem Säcklein hatte.

Aber Vorsicht: Einfach mal ein bisschen im Topf der Social Networks rühren, kann einem die Suppe schnell versalzen, wenn man mit den Gepflogenheiten der Netzgemeinde nicht vertraut ist. Der nämlich schlägt ein falsches Wort oder eine unüberlegte oder fehlende Reaktion schnell mal auf den Magen und schon hat man den Salat: einen Shitstorm, der dann zwar für viel Publicity sorgt, das Image eines Unternehmens aber auch nachhaltig schädigen kann.

Ein Rezept gibt es nicht, aber...

… Regeln schon. Und zwei davon möchte ich Ihnen ans Herz legen:

Regel Nr. 1: Wenn Sie zu Hause in Ihrer Küche stehen und ein Gericht zubereiten, achten Sie vermutlich darauf, dass Sie genau die richtige Menge an Salz verwenden (weil es sonst zu salzig schmeckt). Sie legen ebenso Augenmerk darauf, dass das Fleisch auf den Punkt durchgebraten ist und die Nudeln al dente sind.

Übertragen auf das Content Marketing heißt das: Ein Zuviel ist nur selten das Gelbe vom Ei. Produzieren Sie nicht unüberlegt Massen an Content und verstreuen Sie diesen auch nicht wahllos in alle Kanäle. Besser ist, Sie bemühen sich um Ausgewogenheit, um am Ende ein fein abgeschmecktes Mahl anrichten zu können.

Regel Nr. 2: Vermutlich setzen Sie europäischen Gästen keine Speisen vor, die übermäßig scharf gewürzt sind. Dem Besuch aus Thailand hingegen würde genau dies aber richtig gut schmecken.

So ähnlich ist es beim Content Marketing auch: Nicht jeder Content ist für jeden Rezipienten gleichermaßen geeignet. Analysieren Sie genau Ihre Zielgruppe und produzieren Sie dann Inhalte genau für diesen Personenkreis. Nur auf diese Weise bekommen diese Appetit auf mehr.

Einen eingefleischten Bayer, dessen Leibspeise Schweinebraten mit Sauerkraut ist, können Sie vermutlich auch nur schwer mit Weinbergschnecken in Weißweinsoße in Entzücken versetzen (OK, das war Schubladendenken, aber auch das muss mal erlaubt sein).

Image ist ein Genuß

Beide Tipps gelten für das Content Marketing im Allgemeinen. Für den Aufbau eines Unternehmens-Images sind sie aber von ebenso eklatanter Bedeutung, denn: “Kein Genuß ist vorübergehend, denn der Eindruck, den er zurückläßt, ist bleibend” (Johann Wolfgang von Goethe).

Content Marketing ist ein durchaus mächtiges Werkzeug: Mit den entsprechenden Inhalten kann man bleibenden Eindruck hinterlassen. Perfekt, um dies für den Imageaufbau zu nutzen. Die Inhalte sollten in der Ausgestaltung und Streuung dann aber so exquisit wie möglich sein, denn mit dem Image ist es wie mit dem Essen: Wer sich in einem Gasthaus einmal den Magen verdorben hat, kehrt gewöhnlich nicht mehr dahin zurück!

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Veröffentlicht am 20.08.2015 und zuletzt aktualisiert am 20.03.2017