Vorsicht Falle! 5 häufige Fehler beim Social-Media-Marketing

Vorsicht Falle! 5 häufige Fehler beim Social-Media-MarketingRichtig angewandt ist Social-Media-Marketing ein wichtiger Baustein, mit dem Sie Ihre Inbound-Strategie weit nach vorne bringen können. Facebook, Twitter und Co. unterstützen Sie dabei, im Suchmaschinen-Ranking nach oben zu klettern. Das perfekte XING-Profil ist ein nützliches Tool in Sachen Networking. Außerdem sind die sozialen Medien eine wahre Fundgrube, wenn es um die Recherche neuer Blogpost-Themen oder das Einholen von  Anregungen geht. Doch wo viel Licht ist, lauert bekanntlich auch Schatten. Im folgenden Beitrag verrate ich Ihnen, welche Fehler beim Social-Media-Marketing besonders häufig gemacht werden, und wie Sie diese vermeiden.

1. Fehler: Überbordende Werbung

Wer die sozialen Medien ausschließlich als kostengünstige Werbekanäle nutzt, hat ihren Sinn nicht verstanden. Natürlich wollen Sie beim Social-Media-Marketing auf sich und die eigenen Angebote aufmerksam machen. Dagegen ist prinzipiell auch gar nichts einzuwenden, so lange Sie Ihre Inbound-Prinzipien nicht aus den Augen verlieren.

Menschen, die sich in den sozialen Netzwerken tummeln und austauschen, möchten sich informieren und mit Gleichgesinnten kommunizieren. Sie suchen nicht oder nur in den allerwenigsten Fällen aktiv nach klassischer Werbung. Das tun Sie ja schließlich auch nicht.

Tipp: Natürlich ist es okay, auch mal die Werbetrommel zu rühren, so lange dies in Maßen geschieht. Der Großteil der Beiträge sollte sich allerdings an den Grundsätzen des Content-Marketings orientieren. Bieten Sie nützliche Informationen und wertvolle Hinweise. Fördern Sie aktiv die Kommunikation. Und sprechen Sie nach Möglichkeit die Emotionen Ihres Publikums an, indem Sie etwa einen kleinen Blick hinter die Kulissen Ihres Unternehmens gewähren. 

2. Fehler: Zu unregelmäßiges Posten

Sie haben einen Twitter-Account, weil es heute einfach zum guten Ton gehört, aber keine Zeit, diesen auch regelmäßig zu bespielen? Dann befinden Sie sich zwar (leider) in guter Gesellschaft, dürfen aber auch keine großen Effekte erwarten. Im Gegenteil: Mit ungepflegten Fanpages und verwaisten Unternehmensprofilen können Sie potenzielle Kunden im Worst Case sogar verschrecken, da Sie auf diese Weise einen unprofessionellen Eindruck vermitteln.

In blinden Aktionismus zu verfallen, ist indes genauso falsch. Dem Social Break-Up Report #8 zufolge gaben 44 Prozent der Facebook-User an, einer Unternehmensseite den Rücken zu kehren, wenn diese zu häufig postet.

Tipp: Achten Sie auf Kontinuität und überzeugen Sie Ihre Fans und Follower mit Verlässlichkeit. Wenn die Community weiß, wann mit Ihren Tipps zu rechnen ist, kommen Interessenten gerne aktiv auf Ihre Seite. Planen Sie Ihre Social-Media-Aktivitäten am Besten mit einem Kalender. So haben Sie Ihre Abläufe jederzeit im Blick. Wenn aktuell etwas Spannendes reinkommen sollte, können Sie natürlich auch einmal außer der Reihe posten – so lange Sie dabei nicht über Ihr Ziel hinausschießen.

3. Fehler: Kein souveräner Umgang mit Kritik

Haben Sie manchmal den Eindruck, dass das Internet im Allgemeinen und Social Media im Speziellen die schlechten Manieren unserer Mitmenschen besonders eindrucksvoll zum Vorschein bringen? Im Schutz der Anonymität kann schließlich jeder ein Profil erstellen. Und auch ein bissiger Kommentar ist schnell veröffentlicht. 

Unflätige Ausdrücke bis hin zu Unterstellungen, Beleidigungen und regelrechten Shitstorms kommen in den sozialen Netzwerken häufiger vor als in anderen Regionen des World Wide Webs, wie etwa in Fach-Foren. 

Wird man selbst oder das eigene Unternehmen Opfer unangebrachter Kritik, entsteht bei vielen der Wunsch, es dem Urheber mit gleicher Münze zurückzuzahlen. Das gilt erst recht, wenn der Kommentator auch noch persönlich wird. Natürlich wäre es nur menschlich, auf unverschämte Angriffe genauso unverschämt zu reagieren. Ratsam ist es jedoch nicht.

Bedenken Sie, dass Sie beim Social-Media-Marketing nicht nur sich selbst, sondern auch das eigene Business repräsentieren. Achten Sie daher stets auf einen freundlichen, wenigstens aber auf einen professionellen Tonfall, und begeben Sie sich niemals auf das Niveau von Internet-Trollen. 

Unerwünschte Kritik einfach zu löschen, ist ebenfalls keine gute Idee. Damit wirken Sie unsouverän und bringen den Urheber im schlechtesten Fall erst recht auf die Palme. Angenommen ein Kunde beschwert sich auf Ihrer Facebook-Seite über eine schlechte Serviceabwicklung in Ihrem Unternehmen. Angenervt und wissend, dass die Kritik unangebracht ist, löschen Sie nun diesen Beitrag kommentarlos.

Was wird als nächstes passieren? Bekommt der Kunde Wind von der Sache, laufen Sie Gefahr, dass er seinem Unmut nun auf Seiten freien Lauf lässt, die Sie nicht mehr kontrollieren können. Die anderen Fans und Follower, die seine Kritik bereits gelesen haben, werden sich ebenfalls wundern. Vielleicht war ja doch etwas dran und Sie versuchen den Vorgang zu vertuschen? 

Tipp: Antworten Sie freundlich und sachbezogen auf negative Äußerungen. So entziehen Sie ungerechtfertigter Kritik souverän den Nährboden. 

4. Fehler: Identische Inhalte auf allen Kanälen

Von Instagram über Google+ bis hin zu YouTube, Facebook, XING, Pinterest, Snapchat, Instagram, LinkedIn und Twitter. Es gibt eine riesige Zahl an sozialen Netzwerken und man könnte fast den Eindruck gewinnen, dass es täglich mehr werden. 

Manche Kanäle ähneln sich, andere wiederum unterscheiden sich fundamental von einander. So haben die Mitglieder von XING in aller Regel nur wenig mit der Snapchat-Community gemein. 

Sich auf jedem Kanal ein Profil zuzulegen, ist für die meisten Unternehmen kaum sinnvoll. Mechanisch überall identischen Content zu veröffentlichen erst recht nicht. Während Sie für YouTube Videos brauchen, ist für Pinterest ein Fundus an hochwertigen Fotos und Grafiken notwendig. Twitter wiederum lebt von knackigen, pointierten Kurztexten.

Analysieren Sie, auf welcher Plattform sich Ihre Zielgruppe bevorzugt aufhält und welche Inhalte sich dazu eignen, Ihr Publikum abzuholen. Behalten Sie bei Ihrer Content-Planung stets im Hinterkopf, dass jedes Netzwerk seine ureigensten Spezialitäten aufweist.

Tipp: Zumindest anfangs ist es besser, sich auf einen oder wenige Kanäle zu konzentrieren und sich Stück für Stück einen eigene Community aufzubauen, anstatt auf allen Hochzeiten zu tanzen und sich dabei hoffnungslos zu verzetteln. Und gehen Sie auf Ihr Publikum und den jeweiligen Social-Media-Kanal ein. 

5. Fehler: Falsche Vorstellungen

Mit klugem Social-Media-Marketing können Sie viel erreichen, aber keine Wunder bewirken. Wer denkt, ein Facebook-Account reicht aus, um die Umsatzzahlen in Rekordzeit zu verdoppeln, befindet sich auf dem Holzweg. 

Es dauert eine Weile, bis Sie die Früchte Ihrer Arbeit ernten können. Auch wird das Veröffentlichen eines guten Angebots nicht gleich Ihre Umsätze in die Höhe schnellen lassen. Schließlich geht es für die Besucher der verschiedenen Plattformen in erster Linie um den gegenseitigen Austausch mit Gleichgesinnten und weniger um eine großangelegte Shopping-Tour. 

Tipp: Es gibt keinen Grund, frühzeitig die Flinte ins Korn zu werfen. Social-Media-Marketing ist eben keine schnelle Nummer. Nur wer regelmäßig hochwertigen Content liefert und ehrlich auf die Wünsche und Bedürfnisse seines Publikums eingeht, wird sich auf Dauer eine treue und stetig wachsende Fanschar aufbauen. 

Fazit: Eine durchdachte Strategie ist das A und O Ihres Social-Media-Marketings. Nehmen Sie sich Zeit. Suchen Sie die Kanäle aus, die Ihnen wirklich nützen und verwenden Sie die Innhalte, die Ihrem Publikum wirklich helfen – verzichten Sie also auf sogenannten "Katzen-Content". Bewahren Sie dabei Ruhe und bleiben Sie auch bei ungerechtfertigter Kritik souverän. So können Sie Ihrem Gegenüber den Wind am effektivsten aus den Segeln nehmen. 

In 5 Schritten zur erfolgreichen Social Media Strategie - kostenloses Webinar

Veröffentlicht am 26.04.2018 und zuletzt aktualisiert am 30.04.2018