Webinare strukturieren, organisieren und durchführen

So hält man ein Webinar durchZeigen können, wie man’s besser macht – durch diese Fähigkeit zeichnen sich Könner und Profis aus. Der Umkehrschluss aus dieser Aussage: Wenn Sie Ihren Kunden zeigen, wie man’s besser macht, werden Sie als Auskenner und Anlaufstelle für Lösungen wahrgenommen. Also: Wann erstellen Sie Ihr erstes Webinar?

Wer in den frühen Jahren der Digitalisierung im Büro eines großen Unternehmens gearbeitet hat, erinnert sich vielleicht noch an das „große Ding“ von damals: E-Learning. Die (gute) Idee dahinter war, Wissen und Kompetenzen dezentral sowie zu beliebigen Zeiten und in Einheiten nach Wahl zu verbreiten. Die (schlechte) Umsetzung sah dagegen oft so aus, dass sich Mitarbeiter durch CD-Inhalte klickten, die gewollt lustig und mühselig animiert daherkamen.

Heute ist man zum Glück weiter. E-Learning hat sich in unterschiedlichsten Formen etabliert, und eine der sinnvollsten Ausprägungen für zahlreiche Branchen sind Webinare. Dabei handelt es sich um eine erweiterte Form von Webcasts, die gewissermaßen eine Präsentation im Web darstellen: Auch Webinare haben den Charakter einer Präsentation und werden live moderiert; im Gegensatz zu Webcasts erlauben sie aber auch eine Interaktion mit den Betrachtern. Dabei haben Sie die Wahl zwischen Unterhaltungen in Audio- und Video-Form sowie Chats oder Umfragen.

Webinare: Zeigen, was man kann. Und was der Kunde einem wert ist.

Im Inbound Marketing ist das Teilen von Expertenwissen eine Schlüsselfunktion: Im Unternehmensblog, in den sozialen Medien und in zusätzlichen Content-Angeboten demonstrieren Sie Wissen und Fähigkeiten, die Sie ausmachen – und profilieren sich so als außergewöhnlicher Anbieter von Produkten oder Dienstleistungen.

Webinare sind eine ausgezeichnete Möglichkeit, um Ihr Wissen zu verbreiten, um Ihre Produkte zu erklären oder um Anwendungsbeispiele für Ihre Dienstleistungen zu zeigen. Damit sie optimal eingesetzt werden, sollten sie aber sorgfältig geplant sein. Und genau dabei wollen wir Sie im Folgenden unterstützen.

Ein Hinweis noch: Dieser Blogbeitrag behandelt die wichtigsten Punkte zur Frage "Wie halte ich ein Webinar?" als Schnelleinstieg; noch weiter in die Tiefe geht unser Whitepaper, das wir Ihnen hier zum Download anbieten: 

Webinare strukturiert planen und durchführen [Whitepaper inkl. Checkliste]

Können wir loslegen? Dann lassen Sie uns am besten mit einem Überblick über die fünf W-Fragen beginnen, die Ihnen helfen, Ihr Webinar zu strukturieren, zu organisieren und natürlich durchzuführen:

Was wollen wir aussagen?

In unserem Inbound Marketing-Blog weisen wir immer wieder darauf hin, wie wichtig eine pointierte, zielgerechte Kommunikation ist: Sprechen Sie nicht Zielgruppen, sondern Buyer Personas an und fragen Sie sich, an welcher Station der Buyer’s Journey Sie das Wunschpublikum für Ihr Webinar abholen möchten. Danach können Sie das Thema festlegen, um das es im Webinar gehen soll.

Nehmen Sie sich dabei nicht zu viel vor und schweifen Sie inhaltlich nicht ab: Natürlich platzen viele Unternehmensvertreter geradezu vor gerechtfertigtem Stolz, wenn sie ihre Produkte präsentieren und würden am liebsten alles sofort und im Detail erklären. Das überfordert (oder, schlimmer noch, langweilt) Ihre Zuschauer aber. Suchen Sie sich lieber ein Thema, auf das Sie genauer eingehen möchten, reichern Sie es mit Beispielen und Anekdoten an und machen Sie so Appetit auf mehr Informationen. Wichtigste Regel dabei: Immer den Kundennutzen im Auge behalten!

Was brauchen wir?

Die passende Software ist der Dreh- und Angelpunkt für ein reibungsloses Webinar, das die Besucher vor keine großen technischen Herausforderungen stellt. Zu den einzusetzenden Elementen gehören:

  • Eine ansprechende Landing-Page, über die man sich direkt für das Webinar anmelden kann.
  • Eine passende Webinar-Lösung.
  • Video-Software, um das Webinar aufzuzeichnen, es bei Bedarf zu editieren und als Download zur Verfügung stellen zu können.
  • Ein Videoplattform, um die Webinare dauerhaft anzubieten. 
  • Eine "Thank You-Page", die im Anschluss an die Anmeldung genutzt wird. Sie kann auch auf weitere Angebot verweisen oder der Newsletter-Anmeldung dienen.
  • Ein automatisierter E-Mail-Versand, der rechtzeitig an den Webinar-Termin erinnert. Hier bringen Tools wie HubSpot entsprechende Lösungen mit.

Wie erfahren unsere Kunden davon?

Ob tatsächliches, ortsgebundenes Seminar oder Webinar: Mit zu wenig Publikum referiert sich’s schlecht. Zum Glück haben Sie es selbst in der Hand, dass Ihr Webinar gut besucht wird – und zwar von den richtigen Leuten: Laden Sie aus Ihren Kontakten jene Interessenten und Kunden zum Webinar ein, die zur Buyer Persona passen. Gehen sie dabei aber nicht nach der Methode "Viel hilft viel" vor: Nicht aus viel, sondern aus dem richtigen Publikum können die besten Leads generiert werden.

Verfassen Sie Blogposts und Social Media-Posts, die sich auf das geplante Thema beziehen und auf Ihr Webinar hinweisen. Vergessen Sie dabei nicht den Link zur Landing Page mit Anmeldung einzufügen! Auch durch eine E-Mail oder Ihren Newsletter können Interessenten erreicht werde. Doch Achtung: Bitte versenden Sie nur E-Mails an Kontakte, die den Double-Opt-In bestätigt haben.

Wie ziehen wir's durch?

Klar: Seien Sie die oder der Erste zum vereinbarten Webinar-Zeitpunkt. Während die Besucher eine Begrüßungsfolie sehen, gehen Sie in Gedanken noch einmal die wichtigsten Punkte durch und checken die Technik.

Noch einmal: Packen Sie nicht zu viele Infos in Ihren Vortrag. Seien Sie locker, aber bleiben Sie seriös. Erzählen Sie die eine oder andere Anekdote, aber verfallen Sie nicht ins Plaudern. Reagieren Sie, wenn Ihr Webinar das zulässt, am besten sofort auf Zwischenfragen. Wenn Sie keine Antwort parat haben, bedanken Sie sich für die Frage und kündigen Sie an, diese später per E-Mail zu beantworten.

Zum Schluss noch ein uralter analoger Spruch, der im Digitalen unverändert gültig ist: Übung macht den Meister! Sie werden sehen: Inhaltlicher Fokus und Vortrag werden mit jedem Mal besser.

Was machen wir danach?

Wenn es ein gelungenes Web-Seminar war, dann haben Sie ein Publikum, das jetzt mehr über Ihr Unternehmen weiß und / oder neugierig auf Ihr Angebot ist. Ein großer Schritt hin zu qualifizierten Leads ist also getan! Pflegen Sie diese Kontakte:

  • Schreiben Sie eine E-Mail, in der Sie sich für die Teilnahme bedanken und per Download-Link zum Webinar die Möglichkeit zur inhaltlichen Vertiefung geben.
  • Fragen Sie gezielt nach Feedback zum Webinar.
  • Gestalten Sie die Landing Page so um, dass sie zur Aufzeichnung des Webinars führt.
  • Laden Sie die Teilnehmer zu folgenden Webinaren erneut ein.

All diese Punkte übernimmt eine Inbound Marketing-Software wie HubSpot natürlich (teil-)automatisch für Sie.

So wertvoll Webinare für Ihre Inbound-Strategie sind, so umfassend sollten Sie sich auch mit ihnen auseinandersetzen. Dieser Blogpost konnte da nur ein paar Aspekte anreißen, tiefer in die Materie einsteigen können Sie mit unserem Whitepaper zur Frage "Wie mache ich ein Webinar?". Dort finden Sie auch ein Formblatt und eine Checkliste, um Ihre Webinare zu strukturieren, organisieren und durchzuführen. 

Übrigens: Wir führen auch gerne Webinare für Sie durch. Von der rein technischen Umsetzung bis zur Überarbeitung der geplanten Präsentation und Erstellung sämtlicher Polls im Webinar. Je nachdem welche Ressourcen Sie bereits im Haus haben – wir sorgen für den Rest und unterstützen Sie bei Ihrem Webinar.

Unser Whitepaper: Webinare strukturiert organisieren und durchführen

Veröffentlicht am 28.08.2018 und zuletzt aktualisiert am 28.08.2018