Wege zur Selbstmotivation: Teil 2 – Die richtigen Ziele setzen

Dieser Blogpost ist Teil 2 unsererer Serie Wege zur Selbstmotivation

SelbstmotivationWir alle haben Träume. Viele davon beurteilen wir aber von vornherein als unrealistisch oder sind schnell mit vermeintlich unüberwindlichen Hinderungsgründen bei der Hand. Zugegeben, wahrscheinlich werden Sie nie auf den Mond fliegen. Und wohl auch kein Profifußballer mehr werden. Aber eine exotische Fremdsprache lernen? Mit selbstbewusstem Auftreten Anderen imponieren? Ein Meister der Rhetorik werden? Wieso denn nicht? Think big! Wagen Sie es, Ihre Träume zu Visionen und Ihre Visionen zu Ihren Zielen zu machen!  

Coach Matthias Dahms von Project and Change liefert in seinem Buch "Motivieren, Delegieren, Kritisieren – Die Erfolgsfaktoren der Führungskraft" eine Checkliste, die Schritt für Schritt zur Verwirklichung solcher Träume führt. Er zeigt, wie Sie die richtigen Ziele formulieren und setzen, um Ihre Selbstmotivation hoch zu halten und bis zum Ende bei der Stange zu bleiben. Die Kernpunkte auf seiner Liste sind folgende:

1. Wissen sammeln

Haben Sie genug Informationen, um entscheiden zu können, ob Sie das Ziel wirklich erreichen wollen? Sammeln Sie Informationen über Ihre Vorhaben und stellen Sie sicher, dass das Erreichen jedes einzelnen Zieles Sie näher an Ihren Traum, Ihre Visionen bringt. Stellen Sie sich vor, Sie hätten Ihr Ziel schon erreicht: Wie geht es Ihnen damit? Sind Sie dann zufriedener?  Wenn nicht, sollten Sie Ihr Ziel vielleicht anders formulieren. Oder Sie verwerfen es ganz und orientieren sich neu, immer mit dem Blick auf das große Ganze, auf Ihre Vorstellung von Ihrem Leben.

2. Das richtige Maß finden

Viele Menschen neigen dazu, sich mit Ihren Ansprüchen an sich selbst zu überfordern. Achten Sie deshalb beim Verfassen Ihrer Ziele darauf, dass das Erreichen dieser sie zwar kontinuierlich fordert, Ihnen also nicht in den Schoß fällt, aber genauso wenig unrealistisch und faktisch unmöglich ist. Wichtig ist, dass Sie sich weder über- noch unterfordern!  

3. Zeitaufwand abschätzen

Auch damit fordern Sie sich: Kalkulieren Sie, wie viel Zeit Sie täglich oder wöchentlich für das Erreichen Ihres Vorhabens investieren können und wollen. Bauen Sie noch einen kleinen Puffer für noch nicht absehbare Hindernisse ein und setzen Sie sich darauf aufbauend ein realistisches und konkretes Datum, bis zu dem Sie definitiv Ihr Ziel verwirklicht haben wollen

4. Vorhaben formulieren

Wenn Sie sich Ziele setzen, beschreiben Sie diese am besten mit positiven Worten, um dadurch auch positive Assoziationen zu erwecken und damit Ihre Motivation hoch zu halten. Sagen Sie sich also nicht „Ich würde eigentlich gerne Japanisch lernen.“ Streichen Sie den Konjunktiv und werden Sie konkreter. Formulieren Sie Ihr Vorhaben positiv und emotional positiv besetzt: „Am 10.08.2014 werde ich in meinem Lieblings-Sushi-Restaurant die Bestellung auf Japanisch abgeben können!“

5. Etappenziele einbauen

Bleiben wir bei dem Beispiel, die japanische Sprache zu erlernen. Natürlich ist das langfristige, große Ziel nicht, auf Japanisch Sushi zu ordern, sondern vielmehr die Sprache gut genug zu beherrschen, um z.B. mit einem wichtigen Kunden in seiner Muttersprache sicher verhandeln zu können. Wenn Sie aber nun als Ziel „verhandlungssicher Japanisch zu sprechen“ ausgeben, werden Sie wahrscheinlich schnell frustriert aufgeben, weil Sie diesem Ziel auch nach Wochen und Monaten scheinbar kaum näher gekommen sind. Setzen Sie deshalb überschaubare, gut kalkulierbare Zwischenziele. In unserem Beispiel wäre dies eben als erstes die Restaurantbestellung. Ein weiteres Zwischenziel könnte es sein, einen japanischen Film im Original zu schauen und die Dialoge verstehen zu können. Ein guter Anhaltspunkt ist hier auch der Europäische Referenzrahmen für Sprachkenntnisse, der die Fähigkeiten in einer bestimmten Sprache in Kategorien von A1 bi C2 unterteilt. A1 bedeutet dabei das Anfängerstadium, in dem man lediglich ein paar alltägliche Ausdrücke und ganz einfache Sätze beherrscht. C2 ist dagegen das Niveau eines Muttersprachlers, der sich über jegliches Thema differenziert und wortgewandt äußern kann, ohne nach Worten suchen zu müssen. Ähnliche Referenzsysteme – seien es die unterschiedlichen Gürtel im Karate oder die Zahl der Minuten, die man am Stück joggen kann – lassen sich für fast jede Betätigung finden. Mein Tipp: Nutzen Sie diese Referenzsysteme für die Bestimmung Ihrer Zwischenziele. Diese sollten am besten aufeinander aufbauen und so gestaltet sein, dass jedes einzelne Ziel überschaubar und mit Anstrengung erreichbar bleibt.  

6. Belohnungen aussetzen

Haben Sie sich schon überlegt, wie Sie sich für das Erreichen Ihres Ziels belohnen werden? Um beim Beispiel zu bleiben: Vielleicht schenken Sie sich selbst eine Reise nach Japan? Behalten Sie diese Belohnung im Auge, um sich damit zu motivieren, wenn Sie sich einmal auf einem schwierigen Wegstück Ihrer Ziel-Rallye befinden. Planen Sie auch für das Erreichen der Zwischenziele einen kleinen Bonus ein. Eine weitere positive Konsequenz: Sie können Sich mit neu erlernten Fähigkeiten auch beruflich auszeichnen!  

7. Schriftlich festhalten

In einem Kalender oder auch einem einfachen Notizbuch können Sie Ihre Endziele und Zwischenziele festhalten. Besonders befriedigend ist es, diese dann abzuhaken, um sich die Erfolge auch zu visualisieren. Dieses schriftliche Festhalten ermöglicht auch einen stolzen Rückblick auf die Etappen, die Sie bereits geschafft haben. Und natürlich können  Sie sich selbst mit dem Ausblick auf das nächste Etappenziel und die damit verbundene Belohnung anspornen. In einem Erfolgstagebuch können Sie auch alle anderen persönlichen Erfolge protokollieren. Sie haben ein großes Projekt abgeschlossen? Einen schwierigen Kunden mit Ihren Ideen überzeugen können? Schreiben Sie auch diese scheinbar marginalen Errungenschaften täglich auf und füttern Sie damit Ihr Unter- und Selbstbewusstsein! Das hilft Ihnen, wenn Sie zwischendurch Rückschläge erleiden oder unvorhergesehene Hindernisse bewältigen müssen. Schließlich haben Sie ja schon eine Menge geschafft, warum sollten Sie gerade daran scheitern? Und wenn Sie ungeduldig mit sich selbst werden, hilft Ihnen vielleicht folgendes Zitat von Matthias Dahms:

„Fortschritte werden erreicht durch zielgerichtete Kontinuität und Beständigkeit, nicht durch Geschwindigkeit.“

Im nächsten Teil erfahren Sie, wie Sie Ihr Durchhaltevermögen steigern. Zeitmanagement für Mediaberater

Veröffentlicht am 02.07.2014 und zuletzt aktualisiert am 20.02.2017

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