Wege zur Selbstmotivation: Teil 3 – Bleiben Sie am Ball!

Dieser Blogpost ist Teil 3 unsererer Serie Wege zur Selbstmotivation

Fällt es Ihnen auch viel leichter, sich Ziele zu setzen, als diese zu erreichen? Wünschen Sie sich manchmal mehr Durchhaltevermögen?

Vor allem, wenn unerwartete Hindernisse auftauchen, kommen wir oft vom eingeschlagenen Weg ab und nutzen die Schwierigkeiten als willkommene Ausrede, von unseren Zielen abzulassen.

Das Sprichwort „Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten“ kommt nicht von ungefähr, die größte Gefahr des Scheiterns liegt nicht beim Start sondern beim Dranbleiben!

Matthias Dahms von Project and Change benennt in seinem Buch "Motivieren, Delegieren, Kritisieren – Die Erfolgsfaktoren der Führungskraft" die Zukunftsplanung aus der Retrospektive als eine der erfolgreichsten Motivationsstrategien.

Die imaginäre Autobiografie

Stellen Sie sich dafür vor, Sie feiern Ihren 80. Geburtstag. Sie würden auf Ihr Lebenswerk zurückblicken und voller Stolz auf Ihre außergewöhnlichen Leistungen und die Anerkennung sein, die Sie dafür geerntet haben. Ausgehend von dieser imaginären Situation ist nun Ihre Aufgabe, aus der Perspektive Ihres zukünftigen Ichs ein Buch über Ihr Lebenswerk zu schreiben.

Selbstmotivation: Eine Autobiografie schreiben

Dahms rät dazu:

„Beginnen Sie mit der Gegenwart. Schildern Sie, wie Sie begannen sich Ziele zu setzen, welche Erfahrungen Sie dabei gemacht haben. Schreiben Sie auf, welche wichtigen Entscheidungen dazu führten, dass Sie Entwicklungen forciert haben und sich konzentrieren konnten.“

Woraus haben Sie die Energie für Ihr Tun geschöpft? Was half Ihnen beim Lernen und Vorankommen? Gab es Bücher oder Begegnungen mit besonderen Menschen, die Sie besonders beeinflusst haben?

Auf all diese Fragen liefert Ihr Buch Ihnen Antworten. Zudem liefert es Ihnen auch eine Zeitachse für Ihr zukünftiges Leben, von der Gegenwart ausgehend bis zu Ihrem 80. Geburtstag.

Dieses Buch, ob Sie es nun tatsächlich aufschreiben oder nur als imaginäre Fiktion in Ihrem Kopf haben, ist Ihre persönliche Motivationsgeschichte!

Sie selbst können aus Ihren Visionen eine wahre Geschichte machen. Nutzen Sie den riesigen Gestaltungsspielraum, den das Leben Ihnen gibt und machen Sie Ihre persönliche Geschichte zu einer Erfolgsgeschichte!

Planen Sie Zeit für Rückschläge ein

Natürlich wird es, egal wie gut Sie geplant haben, immer wieder Tage oder auch längere Phasen geben, in denen Ihnen manches einfach nicht gelingen mag. Es wird Momente geben, in denen es Ihnen schwerfällt, Ihre positive Grundstimmung aufrecht zu erhalten und Sie Ihre gesamten Pläne und Ziele in Frage stellen werden. Das ist völlig okay, denn es kann ja nicht immer nur steil bergauf gehen. Dies sind die Scheidepunkte im Leben, an denen es an Ihnen liegt, die Weichen in die richtige Richtung zu stellen.

Nutzen Sie Ihre Tiefpunkte, um Ihre Zielsetzung noch einmal zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. Prüfen Sie, ob Sie vielleicht eine andere Strategie anwenden müssen, um Ihre Ziele zu erreichen.

Wichtig ist nur, dass Sie der stets lauernden Gefahr des Aufgebens widerstehen und es schaffen, sich mit Rückblick auf bereits Erreichtes und der Aussicht auf die Zukunft zum Durchhalten zu motivieren.

Bleiben Sie selbstkritisch

Aber nicht nur an mangelndem Durchhaltevermögen können Sie scheitern. Auch aus Übermut eingegangene Wagnisse und unüberlegtes Handeln kann das Erreichen Ihrer Ziele gefährden.

Um diese Risiken möglichst zu minimieren sollten Sie stets selbstkritisch bleiben. Irgendwo haben wir alle einen internen Kritiker in uns. Diese kleine Stimme, die mahnend den Zeigefinger hebt, wenn wir etwas sagen oder tun, von dem wir eigentlich selber wissen, dass es kontraproduktiv ist. Wenn wir dieses Bauchgefühl komplett ignorieren, ist die Gefahr, Fehler zu machen, sehr groß.

Diese Stimme kann aber natürlich auch zum Hemmschuh werden, uns zögern lassen und übervorsichtig machen.

Matthias Dahms rät: „Erziehen Sie Ihren internen Kritiker zu einem verlässlichen Ratgeber.“

Nutzen Sie das kritische Potenzial, um Ihre Ziele so auszurichten, dass Sie möglichst erfolgversprechend sind und Sie Ihre Ressourcen optimal kanalisieren können. Lassen Sie es aber nicht zu, dass sie, aus Angst, zu versagen, es gar nicht mehr wagen, neue Wege zu beschreiten. Finden Sie die richtige Balance aus Vorsicht und Wagemut und lernen Sie, Ihrem internen Kritiker in entscheidenden Momenten zu vertrauen!

Wenn Sie wissen möchte, wie Sie zusätzliche Leistungsreserven mobilisieren können, empfehlen wir Ihnen den nächsten Teil dieser Serie.

Zeitmanagement für Mediaberater

Veröffentlicht am 10.07.2014 und zuletzt aktualisiert am 10.11.2016

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