Wege zur Selbstmotivation Teil 4: Leistungsreserven mobilisieren

Dieser Blogpost ist Teil 4 unsererer Serie Wege zur Selbstmotivation

SelbstmotivationGanz gleich, wie wir es schaffen, uns mittels Zeit- und Selbstmanagement zu organisieren, früher oder später  kommen wir im Arbeitsleben alle einmal an einen Punkt, an dem wir an unsere Grenzen stoßen und unsere Reserve-Akkus aufgebraucht sind.

Wenn wir uns an diesem Punkt Zeit zum Auftanken nehmen könnten, sei es durch ein paar Tage Urlaub oder auch einige Stunden XY  können wir schon bald wieder durchstarten.

Was aber tun, wenn uns ein Leistungstief an einem Punkt trifft, an dem wir es gerade so gar nicht gebrauchen können?

Kurz vor einer harten Verhandlungsrunde oder wenn für ein neues Projekt kreative Höchstleistung von uns erwartet wird?

Einfach aussteigen geht dann nicht, aber trotzdem brauchen wir dringend eine Motivationsstrategie, die uns die nötige Energie liefert, um bis zur nächsten Auszeit oder bis zum Feierabend durchzuhalten.

Schließen Sie einen Vertrag mit sich selbst

Hier können Sie zu dem Motivationstrick des Eigenvertrages greifen. Dieser Kniff besteht aus 6 Phasen:

Phase 1: Bilden Sie eine Skala von 0 bis 10

Dabei steht 0 für den absoluten Nullpunkt an Motivation, an dem Sie den Kopf in den Sand stecken wollen. Dementsprechend sind Sie bei 10 auf dem absoluten Motivationshoch, an dem Sie Bäume ausreißen und Berge versetzen könnten.

Phase 2: Ordnen Sie sich auf dieser Skala ein.

Wo befinden Sie sich gerade? Versuchen Sie, Ihre aktuelle Situation möglichst objektiv einzuordnen. Vielleicht stellen Sie ja allein dadurch schon fest, dass es eigentlich gar nicht so schlimm ist und können gleich wieder anpacken? Wenn nicht, gehen Sie über zu...

Phase 3: Überlegen Sie sich Maßnahmen

Überlegen Sie sich nun, was Sie selbst tun könnten, um von Ihrer aktuellen Position auf der Skala um zwei Punkte nach oben zu rutschen. Natürlich können Sie nicht jetzt sofort zwei Wochen in den Urlaub fliegen, aber vielleicht gibt es etwas, das Ihnen ohne großen Aufwand unmittelbar Kraft und Energie schenken kann? Vielleicht eine Tasse Kaffee trinken? Oder ein kurzes Telefongespräch mit Ihrer Tochter oder Ihrem Sohn?

Phase 4: Schließen Sie einen imaginären Vertrag mit sich selbst.

Darin steht, dass Sie sich die Mini-Auszeit, die Sie sich in Phase 3 überlegt haben, gönnen und danach gestärkt um zwei Punkte auf der Motivationsskala vorrücken.

Phase 5:  Zelebrieren Sie Ihre kleine Auszeit.

Konzentrieren Sie sich und genießen Sie ganz bewusst jeden Augenblick.

Phase 6: Ergebnis überprüfen

Überprüfen Sie, ob Sie nach Ihrer kurzen Rast auf der Skala der Motivation tatsächlich vorgerückt sind. Ärgern Sie sich nicht, wenn es Ihnen nicht gleich beim ersten Mal gelingt. Die Übung mit dem Eigenvertrag braucht manchmal etwas Training, bevor es klappt.

Wenn Sie Ihr Unterbewusstsein aber erst einmal darauf konditioniert haben, wird es Ihnen leicht gelingen, Ihre Motivation so innerhalb weniger Minuten um zwei oder gar mehr Punkte auf der Skala zu heben!

Positive Autosuggestion

Eine zweite Übung, die ebenfalls auf eine Umprogrammierung des Unterbewusstseins abzielt, ist die positive Autosuggestion. Genau so, wie Sie Kollegen und Freunden sicher oftmals mit positivem Zuspruch à la „Das schaffst Du schon, ich glaub an Dich!“, „Das wird schon!“ Mut zugesprochen haben, können Sie auch sich selbst aufbauen.

Bilden Sie dazu kurze, prägnante Sätze mit denen Sie sich die gewünschten Fähigkeiten einfach selbst zusprechen. „Ich bin ein hervorragender Verkäufer!“ „Meine Kollegen achten mich für meine gute Arbeit!“ Sagen oder denken Sie sich Ihre Selbstsuggestion immer wieder, mehrmals täglich ganz bewusst, damit sie sich fest in Ihrem Denken verankert und Ihnen so Selbstvertrauen und Zuversicht gibt.

Sätze wie „Sei bescheiden!“ oder „Nimm Dich selbst nicht so wichtig!“ sind uns wohl allen als Lebensregeln anerzogen worden.

Solche demotivierenden Verhaltensimperative wirken hemmend und bremsen uns oft aus.

Matthias Dahms von Project and Change, nennt in seinem Buch "Motivieren, Delegieren, Kritisieren – Die Erfolgsfaktoren der Führungskraft" gleich eine ganze Reihe solcher behindernden Glaubenssätze und auch, wie ihre positiven Gegenspieler lauten können:

  • Sei bescheiden! → Ich stelle meine Leistung entsprechend dar und darf stolz darauf sein!
  • Nimm dich doch bloß nicht so wichtig! → Ich bin die wichtigste Person in meinem Leben!
  • Reden ist Silber, Schweigen ist Gold! → Ich mute mich anderen zu und überzeuge zielorientiert!
  • Träume sind Schäume! → Ich nutze meine Träume als Quelle für Kreativität und Lebensfreude!
  • Wer schreit, hat Unrecht! → Ich setze meine Stimme dynamisch ein!
  • Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um! → Ich schätze Risiken mit Hilfe meiner Erfahrung ab und bin mutig!

Das kommt Ihnen alles spanisch vor und klingt nach seltsamer Esoterik? Probieren Sie es doch einfach mal aus! Es kostet Sie nur ganz wenig Zeit, kann Ihr Denken und Handeln aber nachhaltig verändern! Und statt „Schuster bleib bei deinen Leisten“ sagen Sie ab jetzt einfach: „Ich bin innovativ! Ich verbessere mich stetig, weil ich für Neues offen bin!“

Hier geht es weiter zum letzten Teil unserer Serie "Wege zur Selbstmotivation", mit dem Titel "Sich regen bringt Segen".

Zeitmanagement für Mediaberater

Veröffentlicht am 16.07.2014 und zuletzt aktualisiert am 10.11.2016

Hat Ihnen der Artikel gefallen?

Dann abonnieren Sie doch unseren Newsletter und Sie erhalten einmal pro Woche alle aktuellen Artikel bequem in Ihr Postfach.

Ihre E-Mail-Adresse: